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AfD steht kurz vor historischem Wahlsieg bei der Landtagswahl in Saxony‑Anhalt

Die Alternative for Germany (AfD) könnte in Saxony‑Anhalt eine absolute Mehrheit erreichen, ein Ergebnis, das das politische Landschaftsbild des Landes neu gestalten würde.

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Germany's far-right AfD eyes historic state victory in Saxony-Anhalt election

Wähler im ostdeutschen Bundesland Saxony‑Anhalt gingen am Sonntag zur Wahl, wobei die Alternative for Germany (AfD) auf dem besten Weg ist, die erste rechtsextreme Partei zu werden, die seit dem Zweiten Weltkrieg eine Landesregierung führt. Der 35‑jährig Parteivorsitzende Ulrich Siegmund hat die AfD in jüngsten Umfragen komfortabel in Führung gehalten, und eine absolute Mehrheit bleibt erreichbar, wenn kleinere Parteien die 5‑Prozent‑Hürde nicht überwinden.

Warum das wichtig ist, ist klar: Ein Sieg auf Landesebene würde die langjährige „Firewall“ durchbrechen, die etablierte Parteien genutzt haben, um die AfD von der Macht fernzuhalten, und würde einen bedeutenden Wandel in der öffentlichen Stimmung vor der Bundestagswahl 2029 signalisieren. Kanzler Friedrich Merz hat Schwierigkeiten, den Aufstieg der Partei trotz einer härteren Haltung zu Migration und Sicherheit einzudämmen, und das Ergebnis könnte entweder seine Koalition stärken oder eine Neubewertung seiner Strategie erzwingen.

Zu den Wahlversprechen der AfD gehören eine „Remigrations‑ und Abschiebeoffensive“, ein Verbot von LGBTQ‑Pride‑Flaggen in öffentlichen Schulen und ein Stopp neuer Windparks. Aktuelle Umfragen setzen die AfD bei knapp über 40 percent, die CDU bei 23 percent. Der Inlandsgeheimdienst der Partei hat Siegmunds Fraktion als „rechtsextrem“ bezeichnet und Verbindungen zu ethno‑nationalistischen Gruppen sowie ein geheimes Treffen im Jahr 2023 in der Nähe von Berlin, bei dem radikale „Remigrations“-Pläne diskutiert wurden, hervorgehoben.

"Unabhängig vom Ergebnis der morgigen Wahl haben wir bereits Geschichte geschrieben," sagte Siegmund bei einer Kundgebung in Magdeburg.

Mögliche Ergebnisse und Koalitionsrechnung

Erreicht die AfD eine absolute Mehrheit, könnte sie eine Regierung bilden, ohne Koalitionspartner zu benötigen, und damit die Firewall effektiv umgehen. Eine solche Mehrheit zu erreichen ist im deutschen Verhältniswahl­system, das auf Koalitionsbildung ausgerichtet ist, schwierig. Sollte die AfD knapp unter die Schwelle fallen, wird die amtierende von der CDU geführte Verwaltung unter dem Landeshauptmann Sven Schulze voraussichtlich zurückkehren, wobei die genaue Zusammensetzung davon abhängt, welche kleineren Parteien die 5‑Prozent‑Hürde überwinden.

Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die liberale FDP die Hürde verpassen könnte, während die zentristisch‑linke SPD unter 10 percent liegt. Die weit links stehende BSW, die einzige Partei, die eine Koalition mit der AfD nicht ausgeschlossen hat, scheint ebenfalls kaum zu qualifizieren. Das lässt die CDU vor die Wahl stellen, entweder eine Minderheitsregierung zu führen, die die Linke toleriert – ein Modell, das in dem Nachbarland Thuringia Anwendung findet – oder eine breitere Koalition anzustreben, die politisch kaum tragfähig ist.

Historischer Kontext und regionale Dynamik

Der Aufstieg der AfD ist in der langjährigen wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Ost- und Westdeutschland verwurzelt. Nach der Wiedervereinigung wurden viele staatliche Unternehmen im Osten geschlossen, was zu hoher Arbeitslosigkeit und einem demografischen Wandel führte, da junge Menschen, insbesondere Frauen, nach Westen zogen. Jahrzehnte später bleiben Löhne und Ersparnisse im Osten niedriger, und Ostdeutsche sind in der nationalen Politik unterrepräsentiert. Die AfD hat dieses Ressentiment aufgegriffen und sich als Stimme derjenigen positioniert, die sich abgehängt fühlen.

Selbst ein starkes Abschneiden ohne Mehrheit würde etablierte Parteien zwingen, die wachsende Legitimität der AfD zu konfrontieren. Das Ergebnis wird die Koalitionsverhandlungen nicht nur in Saxony‑Anhalt prägen, sondern auch den Ton für die bevorstehenden Landtagswahlen und den Bundeswahlkampf 2029 angeben.

Prognosen werden innerhalb weniger Stunden nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr Ortszeit erwartet. Analysten werden genau beobachten, ob der historische Durchbruch der AfD Realität wird und wie er die Regierung von Kanzler Merz sowie das breitere europäische Rechtslandschaft beeinflusst.

Für weiterführende Informationen siehe AfD klarer Spitzenkandidat bei Wahl im ostdeutschen Land und Was ein AfD‑Sieg in Saxony‑Anhalt für Deutschland bedeuten würde.

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