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Aldi‑Chef unterstützt Regierungsmaßnahme zur Eindämmung irreführender Supermarkt‑Rabatte

Giles Hurley, Geschäftsführer von Aldi, hat Pläne zur Abschaffung irreführender Treue‑Karten‑Angebote unterstützt und gewarnt, dass viele Aktionen den Kund*innen einen falschen Eindruck von Wert vermitteln.

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Every Lidl helps: Tesco looses appeal in the supermarket logos dispute

Der Geschäftsführer von Aldi, Giles Hurley, hat öffentlich den Vorschlag der UK‑Regierung unterstützt, „irreführende“ Rabattpraktiken einzudämmen, die keinen realen Mehrwert für die Kund*innen bieten. Am Wochenende warnte Hurley, dass eine Vielzahl von Treuekarten‑Aktionen rivalisierender Supermärkte die Illusion eines Schnäppchens erzeugt, während der Endpreis höher bleiben kann als das Angebot der Konkurrenz.

Aldis Position zu Treueprogrammen

Aldi ist eines der wenigen britischen Lebensmittelunternehmen, das kein Treue‑Karten‑Programm betreibt. Hurley argumentierte, dass solche Programme den Fokus der Verbraucher von dem tatsächlich ausgegebenen Betrag auf den angeblich gesparten Betrag verlagern. Er sagte: „Das Problem bei Treue‑Preisgestaltung ist, dass sie die Kund*innen dazu ermutigt, sich darauf zu konzentrieren, wie viel sie angeblich gespart haben, statt darauf, wie viel sie tatsächlich ausgegeben haben.“ Er fügte hinzu, dass ein Rabatt von £2 auf ein Produkt für £6 keinen guten Wert darstelle, wenn derselbe Artikel anderswo für £3 erhältlich ist.

Regierungs‑ und Regulierungsrahmen

Die Regierung, geleitet von John Healey, hat signalisiert, dass sie eingreifen könnte, wenn Einzelhändler geopolitische Ereignisse – wie den Iran‑Krieg – nutzen, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Der Schritt spiegelt eine breitere Spannung zwischen transparenter Preisgestaltung und Marketing‑Taktiken wider, die darauf abzielen, Kund*innen an Treueprogramme zu binden.

Analysten gehen davon aus, dass Einzelhändler bei einer Verschärfung der Vorschriften ihre Treue‑Angebote neu gestalten müssten, sonst riskieren sie, preisbewusste Kund*innen zu verlieren.

Reaktionen der Konkurrenz

Tesco und Sainsbury’s, die zusammen den größten Anteil am britischen Lebensmittelmarkt halten, haben ihre Clubcard‑ bzw. Nectar‑Programme verteidigt. Eine Quelle in der Nähe von Tesco behauptete, das Unternehmen halte sich an strenge Richtlinien, um sicherzustellen, dass seine Rabatte echte Ersparnisse im Vergleich zu den Preisen der Konkurrenz darstellen.

Die Competition and Markets Authority (CMA) hatte zuvor festgestellt, dass Treuerabatte bei fünf großen Lebensmittelhändlern durchschnittliche Ersparnisse von 17‑25 % erzielten, wobei jedoch einige Artikel weiterhin über dem günstigsten Alternativpreis lagen. Sainsbury’s verweist auf eine ähnliche Analyse und behauptet, das breiteste Aldi‑Preis‑Match‑Spektrum unter den UK‑Supermärkten zu bieten.

Beide Einzelhändler betonen die potenziellen jährlichen Ersparnisse für Karteninhaber – bis zu £404 für Clubcard‑Nutzer und £450 für Nectar‑Mitglieder, laut ihren neuesten Angaben.

Branchenreaktion

Der British Retail Consortium (BRC) erklärte, er werde unbegründete Vorwürfe des Profiteurens bestreiten, begrüße jedoch Schritte zur Abschaffung von „Fake“-Rabatten. Jim Bligh, Direktor für Unternehmenskommunikation beim BRC, sagte, der Sektor sei stark umkämpft und der Wettbewerb helfe, die Lebensmittelpreis‑Inflation trotz Lieferketten‑Drucks niedrig zu halten.

Erstmals vom ursprünglichen Quelle berichtet, könnte die CMA ihre Prüfung der Treue‑Preisgestaltung ausweiten, was die Supermärkte dazu veranlassen könnte, ihre Werbe­praktiken für Rabatte zu ändern. Für Kund*innen würden klarere Preisregeln den Preisvergleich vereinfachen und die Abhängigkeit von Treuepunkten als Wertmaßstab reduzieren.

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