European business, markets and politics
https://morningwire.eu/fr/burnham-promet-d-alleger-les-couts-des-entreprises-avant-le-budget/
Der neue UK‑Premierminister verspricht Unternehmen Erleichterungen, da der Oktober‑Haushalt naht, und warnt vor einem weiteren Steuersqueeze.

Andy Burnham sagte der Financial Times am Mittwoch, dass sein erster Haushalt darauf abzielen wird, das Leben für Haushalte und Unternehmen zu erleichtern. Er erklärte, die Regierung gehe nicht in diese Rolle mit dem Gedanken, das Leben zu erschweren, und werde nach Möglichkeiten suchen, die Lebenshaltungskosten und die Geschäftskosten zu senken.
Burnham kündigte an, dass der Haushalt am 28. Oktober vorgelegt wird, das früheste Datum, das er für realistisch hielt. Er versuchte, Investoren zu beruhigen, indem er betonte, er sei sich der harten Rahmenbedingungen für Unternehmen, groß und klein, sehr bewusst, und warnte davor, seine Äußerungen als Signal für bevorstehende Steuererhöhungen zu deuten.
"Man sollte nicht aus meiner Antwort schließen, dass allerlei Dinge bevorstehen", sagte er.
Seine Kommentare kommen, während die British Chambers of Commerce warnten, dass Regierungspolitiken im vergangenen Jahrzehnt die Geschäftskosten um etwa 70 Prozent erhöht haben.
Der Haushalt wird den Ton für die Wirtschaftspolitik der neuen Regierung angeben. Analysten schätzen den fiskalischen Spielraum, also den Betrag, den das Finanzministerium ausgeben kann, ohne Steuern zu erhöhen, auf zwischen £8bn und £15bn, ein durch höhere Energiepreise eingeengtes Spektrum. Ein knapperer Haushalt könnte Unternehmen zwingen, Investitionen zu verschieben, während ein großzügigerer Ansatz das Vertrauen stärken könnte.
Burnham deutete außerdem an, dass ein Handelssummit mit der European Union voraussichtlich im November stattfinden wird, wodurch ein Versprechen wiederbelebt wird, dass stärkerer EU‑Handel dem UK‑Wachstum prozentuale Punkte hinzufügen könnte. Obwohl das Labour‑Manifest die Wiederaufnahme der Zollunion oder des Binnenmarktes ausschließt, sagte der Premierminister, die Beziehungen zur EU „könnten nicht ignoriert werden“.
Energiepolitik kam im Interview ebenfalls zur Sprache. Burnham unterstützte die Äußerungen des Labour‑Spenders Dale Vince, die nahelegten, dass zusätzliche Nordsee‑Bohrungen sinnvoll sein könnten, wenn Preisobergrenzen verschärft werden. Entscheidungen über Lizenzen für die Felder Jackdaw und Rosebank werden in den nächsten Tagen erwartet.
Der Parlamentssitzung wird nächste Woche wieder aufgenommen, was Burnham ein zweimonatiges Zeitfenster gibt, die Haushaltsnarrative zu gestalten. Wenn das Finanzministerium am unteren Ende der Spielraumschätzung bleibt, könnten wir bescheidene Steueranpassungen und gezielte Unterstützung für Versorgungsunternehmen wie Wasser und Energie sehen, anstatt einer umfassenden Verstaatlichung.
Unternehmen werden nach Signalen zur Energiepreisobergrenze Ausschau halten, ein Thema, das in Burnham unter Beschuss, da die britische Energiepreisobergrenze um 4 % steigt behandelt wird, sowie nach dem Ergebnis der bevorstehenden EU‑Handelsgespräche, die Exportmärkte und Lieferketten beeinflussen könnten.
In den Wochen nach dem Haushalt werden die Märkte wahrscheinlich auf das Gleichgewicht zwischen fiskalischer Vorsicht und wachstumsfördernden Maßnahmen reagieren und damit die Grundlage für die wirtschaftliche Glaubwürdigkeit der neuen Regierung schaffen.