European business, markets and politics
Der German Farmers' Association hat gefordert, dass die EU ihre Düngemittelbeihilfe von €60 Millionen auf €180 Millionen erhöht und 80 % der Direktzahlungen auf Oktober vorzieht, da die Dürre die Ernten bedroht.
Der German Farmers' Association hat gefordert, dass die EU ihre Düngemittelbeihilfe von €60 Millionen auf €180 Millionen verdreifacht, da die Dürre im Süden Deutschlands ein komplettes Ernteausfallrisiko darstellt.
Joachim Rukwied, Präsident des Deutscher Bauernverband, sagte zu Phoenix TV in einem Interview, das von Redaktionsnetzwerk Deutschland und Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet wurde, dass sofort politische Unterstützung nötig sei. Er forderte zudem, dass 80 % der EU‑Direktzahlungen auf Oktober vorgezogen werden und die Dieselkraftstoffsteuer bis mindestens Ende November deutlich gesenkt wird.
Der Verband rechnet mit unterdurchschnittlichen Ernten von Weizen, Raps, Kartoffeln, Gemüse, Zuckerrüben, Körnermais und Sojabohnen. Im Süden Deutschlands stehen einige Landwirte vor einem kompletten Ernteausfall, während Futtermittelknappheit bereits zu einer vorzeitigen Schlachtung von Nutztieren geführt hat.
| Maßnahme | Aktuell | Gefordert |
|---|---|---|
| EU‑Düngemittelbeihilfe (Düngemittelbeihilfe) | €60 million | €180 million |
| Vorauszahlung der EU‑Direktzahlungen | Standardzeitplan | 80 % im Oktober 2026 gezahlt |
| Dieselsteuer | Bestehender Satz | Senkung bis mindestens Ende November 2026 |
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung / Phoenix‑Interview
Die Forderung kommt während einer Hitzewelle, die der Umweltminister Deutschlands nach Schätzungen täglich €500 Millionen kostet. Die Landwirtschaft ist besonders betroffen, weil Pflanzenschäden irreversibel sind und Viehhalter ihre Futtermittelbestände bereits aufbrauchen.
Eine Verdreifachung der Düngemittelbeihilfe würde entweder eine neue EU‑Haushaltszuweisung oder die Umwidmung bestehender Agrarfonds erfordern. Die Forderung, die Direktzahlungen auf Oktober vorzuziehen, ist verwaltungstechnisch einfacher, würde jedoch die Liquiditätsströme früher als geplant verlagern.
Die European Commission hat noch nicht auf die Forderungen reagiert. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird unter Druck stehen, das Paket im nächsten EU‑Landwirtschaftsrat zu unterstützen, wo die Mitgliedstaaten bereits Notfallmaßnahmen nach Dürreschäden in Frankreich, Italien und Spanien diskutieren.
FAZ Wirtschaft veröffentlichte das Interview um 01:55 Uhr am 14. August 2026.