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EssilorLuxottica‑Erbe tritt zurück angesichts familiärer Nachfolgestreit

Der jüngste Sohn des Gründers des Brillenimperiums trat zurück und nannte Meinungsverschiedenheiten über die Unternehmensführung sowie ein gescheitertes Aufkaufen der Familienanteile als Grund.

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Son of Luxottica founder quits after succession row

Leonardo Maria del Vecchio, 31, kündigte an, dass er sämtliche Funktionen, die er bei dem französisch‑italienischen Brillenkonglomerat EssilorLuxottica innehat, aufgeben wird. Der Schritt folgt nach einem monatelangen Machtkampf um die luxemburgische Holdinggesellschaft der Familie, Delfin, und einem gescheiterten Versuch, deren Mehrheitsaktionär zu werden.

Familiärer Streit um Delfin

Der Sohn des Gründers Leonardo del Vecchio war Chief Strategy Officer und Vorsitzender der ikonischen Marke Ray‑Ban, während er zudem andere Labels wie Oakley, Persol und Oliver Peoples beaufsichtigte. Anfang 2024 versuchte er, die Anteile seines Bruders Luca und seiner Schwester Paola zu übernehmen, ein Deal, der seine Beteiligung an Delfin von 12.5 % auf 37.5 % erhöht hätte.

Sein Instagram‑Beitrag deutete auf die Anteile hin und schrieb: „Ein Erbe steht bevor, Verantwortung muss übernommen werden.“ Dennoch stieß der vorgeschlagene Deal auf Widerstand anderer Erben und Skepsis seitens des Vorstands von Delfin, der eine Überkonzentration von Macht befürchtete.

Er verurteilte den Führungsstil des Vorsitzenden Francesco Milleri als „distanziert“ und „unpersönlich“.

Del Vecchios Kritik wurde in der Zeitung Milano Finanza veröffentlicht, wo er ebenfalls seine Enttäuschung darüber äußerte, wie die Gruppe unter Milleri geführt wird, einer von seinem verstorbenen Vater ernannten Person.

Auswirkungen für das Brillenunternehmen

Analysten von Equita sehen den Austritt als Bestätigung der Trennung zwischen Eigentum und Tagesgeschäft, ein Gleichgewicht, das sie angesichts der aktuellen Governance‑Spannungen für angemessen halten. Sie ergänzten, dass ein Wechsel an der Spitze von EssilorLuxottica destabilisieren würde, da Milleri die Unternehmensstrategie durch eine Phase starken Gewinnwachstums gesteuert hat, mit einem Nettogewinn von €2.3 billion bei einem Umsatz von €28.5 billion im vergangenen Jahr.

Da der Erbe aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, bleiben die übrigen Beteiligungen von Delfin, darunter Anteile an der Bank Monte dei Paschi, dem Versicherer Generali und der Immobiliengruppe Covivio, unter der bestehenden Aktionärsstruktur. Die nächsten Schritte werden wahrscheinlich eine Vorstandsüberprüfung umfassen, um den Nachfolgekonflikt zu adressieren und Investoren zu versichern, dass die strategische Ausrichtung der Gruppe Kurs hält.

Vorerst setzt EssilorLuxottica die Vermarktung von Luxus‑Lizenzen von Marken wie Giorgio Armani, Chanel und Burberry fort, während die internen Familiendynamiken von Marktteilnehmern genau beobachtet werden.

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