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https://morningwire.eu/fr/fifa-licencie-le-directeur-des-operations-kevin-lamour-apres-des/
Die Entlassung des leitenden Executives von FIFA verdeutlicht, wie öffentlicher Widerspruch unter britischen Arbeitsgesetzen zur Kündigung führen kann.

FIFA bestätigte letzte Woche, dass ihr Chief Operating Officer (COO), Kevin Lamour, von seinem Amt entfernt wurde, nachdem er öffentlich die Vorlage des Präsidenten Gianni Infantino kritisiert hatte, einen Anteil am Turniergeschäft der Organisation zu verkaufen.
Der Schritt erfolgt, nachdem der Dachverband den Plan zum Anteilsverkauf angesichts von Gegenreaktionen seitens Mitgliedern und Sponsoren zurückgezogen hatte, doch Lamours offene Haltung scheint sein Schicksal besiegelt zu haben.
Aus rechtlicher Sicht könnte Lamours Kritik als Ungehorsam eingestuft werden, was dem Arbeitgeber Grund zur Kündigung nach der Bestimmung „ein anderer wesentlicher Grund“ des Employment Rights Act 1996 gibt. Diese Klausel erlaubt eine Kündigung, wenn das Verhalten eines Arbeitnehmers vertragliche Erwartungen verletzt, etwa die Pflicht, die Führungsebene nicht öffentlich zu widersprechen.
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Rechtsanalystin Jade Gooding von der Anwaltskanzlei JMW weist darauf hin, dass Führungskräfte zwar das Recht haben, Bedenken zu äußern, der geeignete Weg jedoch in der Regel intern und vertraulich ist. „Hinweisgeberschutz besteht, aber er erstreckt sich nicht auf öffentliche Angriffe auf strategische Entscheidungen“, sagte sie.
Im Vereinigten Königreich enthält der Vertrag eines leitenden Executives häufig Klauseln, die Loyalität und Vertraulichkeit verlangen. Das Verletzen dieser Klauseln kann eine Kündigung rechtfertigen, ohne dass ein formeller Antrag auf ungerechtfertigte Kündigung erforderlich ist, vorausgesetzt, der Arbeitgeber folgt den korrekten Verfahrensschritten.
Lamours Fall deutet darauf hin, dass das Verfahren möglicherweise beschleunigt wurde, eventuell durch einen Vergleich. Die öffentliche Erklärung, dass die Trennung „gegenseitig vereinbart“ sei, lässt auf eine finanzielle Einigung schließen, um einen langwierigen Streit zu vermeiden.
Ab dem 1. Januar 2027 wird das Employment Rights Act 2025 die Qualifikationsdauer für gewöhnliche Rechte bei ungerechtfertigter Kündigung von zwei Jahren auf sechs Monate verkürzen und die Obergrenze von £123,543 für Entschädigungszahlungen entfernen. Diese Änderung wird es leitenden Angestellten erleichtern, Ansprüche geltend zu machen, und könnte die Kosten für Vergleiche von Organisationen, die schnelle Entlassungen bevorzugen, erhöhen.
Arbeitgeber sollten daher sicherstellen, dass jede Kündigung von leitendem Personal auf klaren Vertragsverletzungen beruht und dass interne Disziplinarverfahren rigoros angewendet werden.
In der Zwischenzeit dient FIFAs Umgang mit dem Lamour‑Vorfall als warnendes Beispiel für globale Sportverbände und andere Organisationen, die die feine Grenze zwischen interner Debatte und öffentlicher Meinungsverschiedenheit navigieren müssen.