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Franchise‑basierte Leichtathletikliga peilt Start im Jahr 2027 mit Private‑Equity‑Unterstützung

Der ehemalige Elite‑Läufer Florian Lussy sammelt Kapital für eine städtische Franchise‑Leichtathletikliga, die das Laufen neben Motorsport‑Spektakeln zu einem festen Unterhaltungsformat machen will.

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Female official in headset and hat raising a starting pistol at a sporting event, crowd blurred in background

Der ehemalige Mittelstreckenläufer Florian Lussy hat Pläne für eine stadtbasierte Leichtathletikliga vorgestellt, die nach einem Franchise‑Modell betrieben wird, wobei die erste Gaststadt bereits bestätigt ist. Das Vorhaben, das über sein Unternehmen R‑evo Ventures entwickelt wird, sucht Private‑Equity‑Investoren und Sponsoren für eine siebenstellige Finanzierungsrunde vor dem Debüt im Jahr 2027.

Das Konzept der Liga

Der geplante Wettkampf wird traditionelle Bahnen zugunsten urbaner Strecken aufgeben, die Stadt‑Radsport‑Rennen ähneln. Die Rennen werden nach Zeit statt nach Distanz gemessen, sodass Athleten mit unterschiedlichem Fitnesslevel ohne die körperliche Belastung klassischer Distanzveranstaltungen antreten können. Lussy sagt, das Format sei darauf ausgelegt, das moderne Publikum im Alter von 25 Jahren anzusprechen.

Wir wollen ein Ökosystem schaffen, das es dem Sport ermöglicht, über die leistungsorientierten Wege hinauszuwachsen und tatsächlich zu einem Unterhaltungsprodukt zu werden, das mit SailGP und Formel 1 in einem Format konkurriert, das für die heutigen 25‑Jährigen ansprechender ist.

Er fügt hinzu, dass jede Franchise ein Heim‑Event ausrichten wird, die Athleten jedoch nicht aus der Gaststadt stammen müssen, wodurch Social‑Media‑Influencer und Sub‑Elite‑Läufer die Möglichkeit erhalten, teilzunehmen.

Finanzierung und Zeitplan

R‑evo Ventures hat bereits die erste Gaststadt gesichert, ein zentrales Ziel für Lussy, und befindet sich in Gesprächen mit zwei bis drei großen Investoren. Eine Warteliste von 80 Athleten zeigt frühes Interesse, obwohl die Eröffnungssaison möglicherweise einen begrenzten Kalender anstelle eines vollen Veranstaltungspakets bietet.

Lussy nennt die rein weibliche Athlos‑Liga als ein passenderes Modell als die inzwischen aufgelöste, von Michael Johnson geleitete Grand‑Slam‑Track, die seiner Meinung nach „eine Reihe von Fehlern gemacht hat“. Er betont, dass die Beteiligung der Athleten an ihren Franchises dazu beitragen wird, Vertrauen wieder aufzubauen und langfristiges Engagement zu fördern.

Was als Nächstes kommt

Wenn die Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen wird, wird die Liga in ihrer ersten Phase Teams in ganz Europa etablieren, wobei für spätere Staffeln eine globale Expansion geplant ist. Eine Londoner Franchise wird als herausragende Gelegenheit angesehen, die neue Konkurrenz mit der breiteren Bestrebung der Stadt zu verbinden, innovative Sportveranstaltungen wie das London Sports Festival auszurichten.

Sollte das Konzept an Zugkraft gewinnen, könnte es eine neue Einnahmequelle für Athleten schaffen, den Leichtathletik‑Kalender diversifizieren und Rundfunkanstalten frische Inhalte bieten, die mit etablierten Motorsport‑Spektakeln konkurrieren.

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