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G20-Finanzminister treffen sich in US, Russlands Präsenz löst Protest aus

Bei einer zweitägigen G20-Finanzversammlung in Asheville haben US‑Beamte Anton Siluanov aus Russland eingeladen, was diplomatische Spannungen auslöste, da Europa den Schritt protestiert.

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G20 finance leaders close talks marked by US welcoming Russia

Scott Bessent, der US-Finanzminister, eröffnete die zweitägige G20-Finanzministerkonferenz in Asheville, North Carolina, indem er bestätigte, dass Russlands Finanzminister Anton Siluanov zu den Gesprächen eingeladen worden war. Die Entscheidung zog scharfe Kritik von europäischen Verbündeten nach sich, die argumentierten, dass die Anwesenheit eines Ministers aus einem Land, das Krieg in der Ukraine führt, die Glaubwürdigkeit des Forums untergrabe.

Warum die Kontroverse wichtig ist

Die Versammlung fand vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen statt. Die United States und ihre Verbündeten halten Sanktionen gegen Russland aufrecht, während sie gleichzeitig nach Zusammenarbeit in umfassenderen Fragen wie den Ölexporten Irans und globalen Handelsungleichgewichten suchen. Europäische Beamte warnten, dass die Zusammenarbeit mit Moscow ein Regime normalisieren könnte, das für tägliche zivile Opfer in der Ukraine verantwortlich ist.

Der kanadische Finanzminister Francois-Philippe Champagne beschrieb die Situation als „unangenehm“ und betonte, dass Europa die Handlungen Russlands nicht übersehen werde. Der EU-Wirtschaftschef Valdis Dombrovskis bestätigte diese Ansicht und sagte, es sei nicht der Zeitpunkt, Moskaus Teilnahme an Diskussionen, die die globale Stabilität betreffen, zu normalisieren.

Ich weiß, dass einige Europäer einen schlechten Beigeschmack hatten, aber ich halte es für sehr wichtig, sich zu engagieren.

China protestierte gegen eine Klausel in der Erklärung des Vorsitzenden, die „freie, sichere und vorhersehbare Durchfahrt durch die Straße von Hormus“ forderte, eine Wasserstraße, die seit der Eskalation des Konflikts im Februar teilweise von Tehran blockiert wird. Dieselbe Erklärung warnte, dass „exzessive und anhaltende Ungleichgewichte“ wirtschaftliche Verzerrungen erzeugen könnten, ein Satz, der von Beijing kritisiert wurde, weil er die Industriepolitik des Landes anspreche.

Breitere politische Debatten und nächste Schritte

Europäische Führungs­personen nutzten ebenfalls die Randbereiche der Versammlung, um die Unterstützung für die Ukraine zu bekräftigen, ein Thema, das später von den kleineren G7-Finanzministern diskutiert wurde. Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil warnte vor „einem Anstieg brutaler Raketenangriffe auf die Zivilbevölkerung“ und verknüpfte die Diskussion mit einem jüngsten Vorfall in Deutschland, bei dem Moscow für einen Drohnenangriff auf einen strategischen Flughafen verantwortlich gemacht wurde. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie unter Deutschland wirft Russland den Drohnenangriff auf den Flughafen vor und reagiert mit Sanktionen.

Während die US die rotierende G20-Präsidentschaft innehaben, drängen die Beamten zudem auf Konsens bei den Iran‑Sanktionen und der Verringerung von Handelsungleichgewichten. Die Finanzgespräche bereiten den Weg für einen G20‑Gipfel der Staats- und Regierungschefs, den Präsident Donald Trump in Miami im Dezember einberufen wird, wobei die Einbeziehung Russlands voraussichtlich ein umstrittenes Thema bleiben wird.

In den kommenden Wochen muss die G20 das pragmatische Bedürfnis nach Dialog mit dem politischen Druck der Verbündeten, die eine härtere Haltung gegenüber Russlands Aggression fordern, in Einklang bringen. Das Ergebnis könnte die Ausrichtung zukünftiger Sanktionen, die Stabilität der globalen Finanzmärkte und die Glaubwürdigkeit der G20 als Forum für koordinierte Wirtschaftspolitik beeinflussen.

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