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Ein Konsortium von Investoren, das den Rettungsplan von Thames Water unterstützt, hat vier hochrangige Persönlichkeiten benannt, die sie im Vorstand des Versorgungsunternehmens einsetzen würden, was auf eine mögliche Veränderung der Unternehmensführung hinweist, falls der Plan eine Verstaatlichung vermeidet.

Thames Water steht an einem entscheidenden Wendepunkt, da das Konsortium London & Valley Water (L&VW) angekündigt hat, vier leitende Direktoren in den Vorstand des Wasserunternehmens zu berufen, falls die Minister seinen Rekapitalisierungsvorschlag unterstützen.
Die Liste umfasst Liz Barber, ehemalige Geschäftsführerin von Yorkshire Water, und Clive Selley, der zuvor BT Openreach leitete, beide für nicht‑geschäftsführende Positionen vorgesehen. Sie würden ergänzt werden durch Mike McTighe, einen Turnaround‑Spezialisten, der Openreach vorsitzt und Thames Water berät, sowie Dame Bernadette Kelly, eine ehemalige Staatssekretärin im Department for Transport.
„Die Herausforderung bei Thames Water ist enorm. Wenn dieser Rekapitalisierungsplan angenommen wird, werden wir uns als neuer Vorstand mit voller Hingabe einsetzen, eng mit dem Managementteam zusammenarbeiten, um das Unternehmen zu transformieren und eine Kultur zu schaffen, in der die Kunden und lokalen Gemeinschaften, die auf Thames Water angewiesen sind, an erster Stelle stehen“, sagte McTighe.
Diese Ernennungen sind Teil der umfassenderen Strategie von L&VW, das Versorgungsunternehmen in privater Hand zu behalten und es schließlich an der London Stock Exchange wieder zu notieren. Der Plan verspricht, sämtliche Gewinne wieder in das Unternehmen zu reinvestieren und für ein Jahrzehnt auf Dividenden zu verzichten.
Die finanzielle Belastung von Thames Water hat politische Aufmerksamkeit erregt, wobei die Regierung ein Sonderverwaltungsregime prüft, das das Unternehmen effektiv unter vorübergehende öffentliche Kontrolle stellen würde. Ein solcher Schritt könnte das Eigenkapital der Investoren auslöschen und die Schuldenlast auf die Steuerzahler verlagern.
Regionale Führungskräfte, darunter Andy Burnham, haben wiederholt mehr öffentliche Aufsicht über wesentliche Versorgungsunternehmen gefordert, während die ehemalige Umweltministerin Emma Reynolds den L&VW‑Vorschlag Anfang dieses Jahres zurückwies.
Die Minister haben noch kein endgültiges Urteil gefällt. Wenn sie die Rekapitalisierung freigeben, wird der neue Vorstand damit beauftragt, eine Sanierung umzusetzen, die das Vertrauen von Kunden und Regulierungsbehörden wiederherstellt. Scheitert die Genehmigung, könnte das Unternehmen in eine Sonderverwaltung überführt werden, was die Eigentumsstruktur des britischen Wassersektors neu gestaltet.
Die Interessengruppen werden die Entscheidung aufmerksam verfolgen, da ihnen bewusst ist, dass das Ergebnis nicht nur die Zukunft von Thames Water, sondern auch breitere Debatten über private versus öffentliche Kontrolle kritischer Infrastruktur beeinflussen wird.