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Globale Anleihemärkte stürzen ab, da Spannungen im Nahen Osten Inflationsängste schüren

Anleiherenditen erreichten mehrjährige Höchststände nach erneuten Kämpfen zwischen den USA und Iran, was die Aktienkurse nach unten drückte und die Aufmerksamkeit auf bevorstehende Entscheidungen der Zentralbanken schärfte.

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Global bond sell-off deepens on inflation concerns

Vereinigte Staaten und Iran tauschten zum ersten Mal seit Juli Schläge aus, wodurch die Ölpreise um mehr als zwei Prozent stiegen und Sorgen neu entfacht wurden, dass eine straffere Geldpolitik das Wachstum bremsen könnte. Die Folge löste einen koordinierten Ausverkauf von Staatsanleihen aus, wobei die 30‑jährige UK gilt ihr höchstes Niveau seit 1998 erreichte und die 10‑jährige Rendite zu einem nach‑Krisen‑Höchststand anstieg, der seit der Finanzkrise 2007‑08 nicht mehr gesehen wurde.

Investoren stehen nun vor einer doppelten Bedrohung: hartnäckiger Inflation, die die Zentralbanken zwingen könnte, die Zinsen länger höher zu halten, und geopolitischem Risiko, das die Energieversorgung einschränken könnte. Beide Faktoren belasten die Bewertung von Aktien und erhöhen die Kreditkosten für Regierungen und Unternehmen gleichermaßen.

Renditesprünge in den wichtigsten Volkswirtschaften

In London lag die Rendite der 30‑jährigen UK government Anleihe knapp unter 5,3 Prozent, das stärkste Niveau seit 1998, während die 10‑jährige gilt auf ein Niveau stieg, das zuletzt während der globalen Finanzkrise zu sehen war. Auf der anderen Seite des Kanals erreichte die Eurozone Inflation im August 3,3 Prozent, ein Dreijahreshoch, und nährte die Erwartung, dass die European Central Bank die Zinsen bei ihrem bevorstehenden Treffen anheben wird.

In Tokio berührte die Rendite der 10‑jährigen japanischen Anleihe die 30‑jährige Benchmark von drei Prozent, was Bedenken hinsichtlich der expansiven Fiskalpläne der Regierung widerspiegelt. Gleichzeitig schwebte die Rendite der US Treasury 30‑jährigen Anleihe knapp unter 5,3 Prozent, ähnlich den Niveaus von 2007, und die 10‑jährige Rendite erreichte ihren Höchststand seit Januar 2025.

„Der Anleihe‑Ausverkauf war… ein globales Phänomen“, sagte Jim Reid. Er fügte hinzu, dass der „Hauptverursacher die Eskalation am Wochenende im Nahen Osten war, bei der die USA und Iran zum ersten Mal seit spätem Juli Schläge austauschten“.

Märkte reagieren auf Öl und geopolitisches Risiko

Die Ölpreise sprangen um über zwei Prozent, nachdem Donald Trump zu weiteren Maßnahmen gegen Iran aufrief, einschließlich der Anvisierung des wichtigen Exportknotens Kharg Island. Der Anstieg setzte die Aktienmärkte unter zusätzlichen Druck: Der Dow Jones fiel um 0,4 Prozent, der S&P 500 sank um 0,4 Prozent und der Nasdaq verlor 0,7 Prozent. Europäische Indizes spiegelten den Trend wider, wobei FTSE 100, CAC 40 und DAX alle im Minus lagen.

In Asien fielen der Tokyo Nikkei und Hong Kongs Hang Seng ebenfalls, während der chinesische Shanghai Composite leicht nachgab. Der Yen schwächte sich gegenüber dem Dollar ab, trotz Kommentaren von Scott Bessent, dass Japan seine Währung unterstützen werde, was darauf hindeutet, dass die Bank of Japan ihre Politik beim nächsten Treffen straffen könnte.

Ausblick

Alle Augen richten sich nun auf das Federal Reserve-Treffen am 16. September. Kommende US‑Beschäftigungs‑ und Verbraucherpreis‑Daten werden die Erwartungen prägen, ob die Fed die Zinsen weiter anheben wird. Die jüngsten, eher hawkishen Äußerungen von Kevin Warsh haben die Markterwartungen bereits in Richtung einer weiteren Erhöhung verschoben.

Unterdessen sah der Fast‑Fashion‑Riese Shein bei seinem Börsenstart in Hong Kong einen Rückgang von zehn Prozent, bevor er sich fast wieder erholte, was die allgemeine Nervosität an den Märkten unterstreicht. Für europäische Investoren treiben steigende Energiekosten ebenfalls die Inflation an, wie in einem aktuellen Bericht zu Deutsche Inflation Trends hervorgehoben wird.

Mit Anleiherenditen auf mehrjährigen Höchstständen und volatilen Ölmärkten werden die kommenden Wochen prüfen, ob die Zentralbanken die Volkswirtschaften durch die doppelten Herausforderungen von Preisstabilität und geopolitischer Unsicherheit steuern können.

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