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https://morningwire.eu/fr/incendie-transfrontalier-oblige-l-evacuation-de-monschau-mettant-en/
Rund 30 Einwohner flohen aus der mittelalterlichen deutschen Stadt Monschau, nachdem ein schnell voranschreitender Brand in Belgien drohte, die Grenze zu überschreiten, was zu einer temporären Notunterkunft führte und Bedenken hinsichtlich steigender Sommerbrandgefahr aufwarf.

Am Sonntag wurden etwa dreißig Menschen gezwungen, ihre Häuser in der historischen Stadt Monschau zu verlassen, nachdem ein schnell vordringender Brand im benachbarten Belgien wahrscheinlich die Grenze übertreten würde. Die Evakuierung wurde in einem Gemeindezentrum koordiniert, das für die Vertriebenen mit Tragebetten ausgestattet war.
Unter den Schutzsuchenden befanden sich eine 63‑jährige ehemalige Pflegekraft und ihr Mann Ulrich, die freiwillig gingen, weil der Rauch erstickend war und sie ihre beiden Hunde Cleo und Kruemel nicht riskieren konnten. Sie erklärte gegenüber Reportern: „Die Luft war schrecklich, also dachten wir, ‚machen wir es‘.“ Ein 68‑jähriger pensionierter Lagerarbeiter beschrieb die Situation ebenfalls als beispiellos.
Petra Mertens, eine einheimische Bewohnerin, erinnerte sich daran, dass der Himmel orange wurde und die Luft durch Rauch schwarz wurde, und fügte hinzu: „Alles war neblig, man konnte das Fenster nicht öffnen und es roch schlimm“, während sie ein Foto des noch anhaltenden Glühens über der Stadt zeigte.
Das Feuer brennt seit vier Tagen durch das Naturschutzgebiet High Fens und macht den Osten Belgiens zur dringendsten Brandfront Europas. Feuerwehrleute von beiden Seiten der Grenze sind im Einsatz, wobei deutsche Einsatzkräfte ihre belgischen Kollegen unterstützen. Philipp Krueger, Feuerwehrchef in Monschau, warnte, dass starke südwestliche Böen, die für Dienstag prognostiziert sind, das Feuer neu entfachen könnten, und beschrieb die Lage als völlig neu und ohne Präzedenz.
Regen und günstigere Winde am Montag brachten eine kurze Atempause, doch die Behörden betonen, dass das Feuer noch lange nicht gelöscht ist und die Region in hoher Alarmbereitschaft bleibt. Die Beamten bereiten mögliche weitere Evakuierungen vor, falls der Wind erneut auffrischt.
Das Gemeindezentrum bleibt als Notunterkunft geöffnet, und die Bewohner wurden aufgefordert, Notfallausrüstung bereit zu halten, während die Feuerwehren weiterhin die Eindämmung vorantreiben. Da der Klimawandel heißere, trockenere Sommer in ganz Europa verursacht, könnte die Evakuierung von Monschau auf einen Anstieg grenzüberschreitender Waldbrand‑Notfälle in den kommenden Jahren hinweisen.
Erstmals gemeldet im ursprünglichen Quellenbericht.