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Premierminister Rishi Burnham empfing Präsident Emmanuel Macron in der Downing Street, um die Überquerungen des Ärmelkanals, die EU‑Integration und die Verteidigungszusammenarbeit anzugehen.

Rishi Burnham, der am 20. Juli sein Amt antrat, begrüßte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron und die First Lady Brigitte Macron an der historischen schwarzen Tür von Nummer 10 Downing Street. Das Treffen folgte einem gemeinsamen Auftritt mit King Charles III und Queen Camilla bei einer Vorschau der Bayeux Tapestry-Ausstellung in London.
Die Führungsfiguren konzentrierten sich auf den Anstieg kleiner Boote, die undokumentierte Migranten über den Ärmelkanal transportieren. Burnham kündigte an, dass ein „Surge‑Team“ von 45 französischen Offizieren in den kommenden Wochen an den südlichen englischen Stränden eingesetzt wird, um die größeren, leistungsfähigeren Schiffe, die derzeit verwendet werden, abzufangen.
„Es ist ein sehr wichtiger Moment für die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern“, sagte Präsident Macron zu Beginn der Gespräche.
Beide Seiten erklärten, dass der jüngste Rückgang der Ärmelkanal‑Überquerungen, die niedrigsten Sommerzahlen seit 2019, auf ganz Europa ausgeweitet werden sollte, um illegale Migration abzuschrecken.
Burnham bekräftigte seinen Wunsch, die nach‑Brexit‑Zusammenarbeit mit der European Union zu vertiefen, während er sich weigerte, die aktuelle Haltung zum Binnenmarkt, zur Zollunion und zum freien Personenverkehr aufzugeben. Er warnte, dass die EU‑Made in Europe agenda, die den Schutz des kontinentalen Stahls zum Ziel hat, Herausforderungen für die eigene Stahlindustrie des Vereinigten Königreichs darstellen könnte.
Macron wiederholte das Gefühl, dass „wir nicht immer einer Meinung sind, aber wir respektieren einander und bleiben offen für Diskussionen“, und signalisierte die Bereitschaft, Differenzen bei Handel und Regulierungsstandards zu überbrücken.
Abgesehen von der Migration diskutierten die beiden Führungsfiguren die Verteidigungszusammenarbeit, einschließlich der möglichen Einrichtung lokaler Montagewerke in der Ukraine für die Langstreckenrakete SCALP, die französische Variante von Storm Shadow des Vereinigten Königreichs. Sie sprachen zudem die Notwendigkeit an, die Straße von Hormus für den kommerziellen Schiffsverkehr wieder zu öffnen.
Burnham hob die Ausleihe der Bayeux Tapestry als „großes persönliches Zeichen von Wohlwollen, Vertrauen und Freundschaft“ seitens Frankreich hervor und betonte die kulturelle Dimension der Partnerschaft.
Da der französische Präsident in die letzten Monate seiner Amtszeit eintritt, werden die Gespräche wahrscheinlich den Ton für die nächste Phase der Beziehungen zwischen Großbritannien und Frankreich angeben und die Migrationspolitik, Handelsverhandlungen sowie die Sicherheitskooperation in den kommenden Jahren prägen.