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Houthis erobern Mocha im Jemen und festigen ihre Kontrolle über Bab al‑Mandeb

Die Einnahme von Mocha verschafft den Houthis einen stärkeren Standpunkt an einem wichtigen maritimen Engpass und löst Warnungen seitens der jemenischen Regierung sowie der internationalen Gemeinschaft aus.

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Middle East live: Yemen’s Houthi rebels seize Red Sea port city Mocha

Die Houthis kündigten am Donnerstag an, dass sie die Rotmeer-Hafenstadt Mocha im Südwesten des Jemen erobert haben. Die Einnahme bringt die Milizionäre in Reichweite der strategischen Meerenge Bab al‑Mandeb, einer schmalen Wasserstraße, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet und einen beträchtlichen Anteil der weltweiten Öllieferungen abwickelt.

Die Entwicklung ist bedeutsam, weil die Meerenge Bab al‑Mandeb bereits durch Iran’s Blockade der Strait of Hormuz belastet wird. Da die Houthis ihre Kontrolle über den südlichen Ausgang verstärken, könnte jede Störung die bestehenden Engpässe in den Lieferketten verschärfen und die Energiepreise weiter nach oben treiben. Die international anerkannte Regierung Jemens warnte, dass der Verlust von Mocha die Sicherheit der internationalen Navigation gefährde und Reedereien zwingen könnte, um das Cape of Good Hope zu umsegeln.

Iranische Unterstützung und regionale Kalkulationen

Quellen zufolge wurde das schnelle Vorrücken mit den Iran’s Revolutionary Guards koordiniert, die den Houthis Anleitung, Waffen und hochrangige Offiziere bereitstellen. Die Maßnahme entspricht der umfassenderen Strategie Teherans, eine zweite Front gegen die United States und deren Verbündete zu eröffnen, nach jüngsten iranischen Angriffen auf ein unbemanntes Oberflächenfahrzeug der United States in der Strait of Hormuz.

Wie geht es weiter?

Der Präsidentielle Führungsrat Jemens, angeführt von Rashad al‑Alimi, forderte arabische und internationale Unterstützung zum Schutz der Küsten des Landes.

„Der Schutz der jemenischen Küsten und die Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle über dessen Territorium, Häfen und Gewässer ist ein gemeinsames Interesse von Jemen, Ägypten, der arabischen Welt und der internationalen Gemeinschaft,“
sagte er dem Botschafter Ägyptens.

Kurzfristig wird erwartet, dass von Saudi‑unterstützte Regierungsstreitkräfte eine Gegenoffensive starten, um Mocha zurückzuerobern. Gleichzeitig betonte der Sprecher der Houthis Mohammed Abdulsalam, dass die Schifffahrt durch das Red Sea und den Bab al‑Mandeb "sicher und regulär" sei, eine Behauptung, die Analysten angesichts der verstärkten militärischen Aktivitäten mit Skepsis betrachten.

Internationale Schifffahrtsunternehmen werden die Lage voraussichtlich genau beobachten und Routen sowie Versicherungskosten anpassen, während sich das Sicherheitsumfeld weiterentwickelt. Sollten die Houthis die Kontrolle konsolidieren, könnte der Bab al‑Mandeb zu einem Verhandlungspunkt in zukünftigen diplomatischen Vereinbarungen werden und das Kräfteverhältnis in der Red Sea-Region potenziell neu gestalten.

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