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IMF‑Beamte sagen, dass der Sprung bei Staatsanleihezinsen die Finanzpläne im Vereinigten Königreich und darüber hinaus belasten könnte.

Kristalina Georgieva, Geschäftsführende Direktorin des International Monetary Fund, teilte den Finanzchefs des G20 mit, dass die Kreditkosten schneller steigen als viele erwartet hatten. Die zehnjährige britische Anleihe stieg auf etwa 5.27%, ein Niveau, das seit der Krise von 2008 nicht mehr erreicht wurde, nach einem Sprung von 15 Basispunkten am Vortag. Gleichzeitig überschritt Indiens zehnjährige Anleihe die 7%‑Marke und Australiens erreichte ein 15‑jähriges Hoch von über 5.2%.
Höhere Zinsen bedeuten, dass Regierungen einen größeren Teil ihrer Haushalte für Zinszahlungen aufwenden müssen, was weniger für öffentliche Dienstleistungen oder Investitionen lässt. Im Vereinigten Königreich ist das Timing besonders heikel, weil Finanzminister John Healey am Ende Oktober seinen ersten Haushalt vorlegen wird.
"Der Anstieg der globalen Zinsen ist von besonderer Bedeutung," sagte Georgieva bei dem Treffen.
Sie fügte hinzu, dass sich die Schuldenbedingungen für viele Schwellen- und Niedrigeinkommensländer verbessert haben, der jüngste Anstieg der Zinsen in Industrieländern diesen Trend jedoch umkehren könnte, wenn die politischen Entscheidungsträger nicht umsichtig handeln.
Die Energiemärkte haben zusätzlichen Druck erfahren, nachdem Öl- und Gaslieferungen durch den Konflikt im Iran gestört wurden. Brent‑Rohöl stieg über $95 pro Barrel, das höchste Niveau seit fast sechs Wochen, was die Inflation ansteigen ließ und Bedenken hervorrief, dass die Bank of England die Zinsen erhöhen könnte.
Analyst Chris Beauchamp von IG warnte, dass der Anleiheverkauf Milliarden von dem von der ehemaligen Finanzministerin Rachel Reeves geschaffenen fiskalischen Spielraum abschneiden könnte. "Regierungen weltweit spüren den Druck der Anleihemärkte, aber die Lage ist für das Vereinigte Königreich besonders akut," sagte er und bemerkte, dass die Kosten ambitionierter Reformen auf die Steuerzahler fallen könnten.
Andy Burnhams vorgeschlagener „Triple‑Helix“-Wachstumsplan, der den Staat in den Mittelpunkt der Wirtschaft stellt, muss nun höhere Kreditkosten berücksichtigen. Einzelheiten zu diesem Plan finden Sie unter Burnham präsentiert den ‘triple helix’‑Wachstumsplan.
Die Märkte erwarten, dass die britische Regierung ihre fiskalischen Prognosen strafft und möglicherweise Ausgabenprogramme verzögert oder reduziert. Die Bank of England könnte ebenfalls gezwungen sein, die Zinsen zu erhöhen, wenn die Inflation hartnäckig bleibt, was die Kosten für die Schuldendienstleistungen weiter erhöhen würde.
Schwellenländer, die von niedrigeren Kreditkosten profitiert haben, könnten eine Verschärfung ihrer Finanzierungsbedingungen erleben, was eine Überprüfung der Schuldenmanagement‑Strategien erforderlich macht. Die Warnung des IMF unterstreicht die Notwendigkeit von politischer Disziplin und stärkeren fiskalischen Pufferungen.
Für einen tieferen Einblick, wie der jüngste Anstieg der britischen Anleihen das Schuldenvolumen des Vereinigten Königreichs beeinflusst, lesen Sie UK‑Anleihezinsen erreichen 18‑jähriges Hoch und erhöhen die Schuldenkosten um £6bn.