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Eine gekenterte Fähre im Java Sea hat mindestens sechs Tote und über einhundert Vermisste hinterlassen, was eine groß angelegte Rettungsaktion auslöste.

Indonesia hat eine mehrbehördliche Suche verstärkt, nachdem die Fähre Virgo Transport 8 im Java Sea am Sonntagabend gekentert ist. Das Schiff, unterwegs von Surabaya in Ost-Java nach Banjarmasin in Südkalimantan, sandte einen Notruf, als es sich in drei Meter hohen Wellen neigte, bevor es vom Radar verschwand.
Die Behörden bestätigten, dass das Schiff etwa zwei Stunden nach dem Notruf gekentert ist, etwa 148 Kilometer von Banjarmasin im Masalembo‑Gebiet des Meeres. Frühe Rettungsmaßnahmen retteten 108 Passagiere und bergen sechs Leichen, während das offizielle Passagierverzeichnis 243 Personen an Bord ausweist, darunter 213 Passagiere, 30 Besatzungsmitglieder und 89 Fahrzeuge.
Die National Search and Rescue Agency setzte 17 Schiffe und Flugzeuge ein und mobilisierte rund 622 Personen aus Militär, Polizei und zivilen Behörden. Spezialisierte Unterwasserteams und von der Marine betriebene Drohnen werden ebenfalls eingesetzt, um mögliche eingeschlossene Opfer zu finden.
„Wir bleiben zuversichtlich, weitere Überlebende zu finden“, sagte Mohammad Syafii in einer Video‑Briefing.
Die Katastrophe weckt erneut Bedenken hinsichtlich der laxen Durchsetzung von maritimen Sicherheitsstandards in einem Land mit mehr als 17 000 Inseln. Familien der Vermissten haben sich in den Einsatzzentren sowohl in Banjarmasin als auch in Surabaya versammelt und warten auf Neuigkeiten. Die Regierung wird voraussichtlich Aufrufe zu strengeren Inspektionen und besserer Schiffsverfolgung erhalten, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Während die Suchteams weiterhin die Gewässer durchkämmen, werden die nächsten Tage entscheiden, ob weitere Überlebende gefunden werden und wie die Tragödie die zukünftige Verkehrspolitik im Archipel prägt.