European business, markets and politics
https://morningwire.eu/fr/l-armee-israelienne-lance-les-premieres-enquetes-penales-sur-les/
Die Israel Defence Forces kündigten Strafermittlungen zur Tötung im Januar 2024 eines fünfjährigen Mädchens und ihrer Familie sowie zu den Todesfällen im März 2025 von fünfzehn palästinensischen Sanitätern an, was die ersten formellen Untersuchungen des eigenen Handelns im Gaza‑Konflikt markiert.

Die Israel Defence Forces sagte am Mittwoch, dass sie Strafermittlungen zu zwei hochkarätigen Vorfällen, die während des Gaza‑Kriegs stattfanden, einleiten werde. Der erste betrifft die Tötung im Januar 2024 eines fünfjährigen Mädchens, Hind Rajab, und ihrer Familie, während der zweite sich auf die Todesfälle im März 2025 von fünfzehn palästinensischen Sanitätern und Rettungsfreiwilligen bezieht.
Die Armee erklärte, dass die Ermittlungen ausgelöst wurden, nachdem ihr Fact‑Finding and Assessment Mechanism die beiden Vorfälle zur weiteren Prüfung identifiziert hatte. Beamte wiesen darauf hin, dass die Untersuchungen mögliche Verstöße israelischer Soldaten gegen die Einsatzregeln und das internationale humanitäre Recht prüfen werden. Die Einleitung von Strafermittlungen wird als ungewöhnlicher Schritt für das israelische Militär beschrieben und könnte einen Präzedenzfall für mehr Rechenschaftspflicht schaffen.
Die Ermittlungen erfolgen vor dem Hintergrund einer Kontroverse über Äußerungen des israelischen National Security Ministers Itamar Ben‑Gvir, der vorschlug, Israel solle dreißig bis vierzig Personen jede Nacht im Gazastreifen eliminieren. Die Bemerkungen wurden vom United Nations Secretary‑General verurteilt, der sie als unmenschlich bezeichnete und warnte, sie könnten weitere Gewalt provozieren. Ein Sprecher des Secretary‑General bezeichnete die Aussagen als schockierend, beleidigend, entmenschlichend und gefährlich und erklärte, sie seien eindeutig verurteilt.
Frankreichs Außenminister bezeichnete die Äußerungen des Ministers als intolerabel und unmenschlich, während Deutschlands Kanzler erklärte, sie verstoßen gegen das internationale Recht und könnten zu Sanktionen auf EU‑Ebene führen. Die Türkei wies Israels Behauptung zurück, dass Damaskus türkischen Truppen den Einsatz in der Nähe des Abu al‑Duhur‑Flugplatzes gestatte, und bezeichnete die Anschuldigung als unbegründet.
Generalleutnant Eyal Zamir warnte in Bezug auf Operationen im besetzten Süd‑Syrien, dass israelische Streitkräfte feindliche Gruppen daran hindern werden, entlang der Grenze Positionen zu etablieren, nachdem ein jüngster Luftschlag auf eine syrische Basis in der Nähe der türkischen Grenze erfolgte. Die anhaltenden Sicherheitsmaßnahmen, kombiniert mit diplomatischer Kritik, haben zu einem Anstieg der Brent‑Rohölpreise beigetragen, die ein Drei‑Wochen‑Hoch erreichten angesichts der Unsicherheit in der Straße von Hormus und damit verbundener Schiffsunterbrechungen.
Analysten weisen darauf hin, dass die Strafermittlungen Israels rechtliches Risiko erhöhen könnten, was möglicherweise zu Militärgerichtsverfahren oder Zivilklagen führt, falls rechtswidrige Tötungen nachgewiesen werden. Das Ergebnis der Ermittlungen könnte auch zukünftige Diskussionen über humanitären Zugang und Waffenstillstandsabkommen im Gazastreifen beeinflussen und Israel unter Druck setzen, seine Einsatzregeln und diplomatische Haltung zu ändern.
Das israelische Militär betonte, dass die Ermittlungen Teil seines Engagements für intensive Kämpfe an mehreren Fronten seien, während es die rechtlichen Standards einhalte.