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Lord Jim O’Neill sagt, er werde im privaten Sektor bleiben und lässt den neuen Labour‑Führer damit ohne hochkarätiges Wirtschaftstalent zurück, während der Haushalt bevorsteht.

Der ehemalige Goldman Sachs-Manager und ehemalige Treasury-Minister Lord Jim O’Neill hat ein hochrangiges Wirtschaftsamt in der Regierung des neugewählten Andy Burnham, des Labour-Führers, der letzte Woche Premierminister wurde, abgelehnt.
Die Entscheidung trifft Burnham in einem heiklen Moment. Er baut noch ein Team von Schwergewicht‑Beratern auf, um den bevorstehenden Haushalt zu steuern, ein entscheidender Test für seine Glaubwürdigkeit bei den Märkten und der Wirtschaftsgemeinschaft.
„Es liegt nicht an politischen Meinungsverschiedenheiten. Ich bin ein großer Befürworter der Devolutions‑Fokussierung und hoffe, dass Andy und sein Team dies sowie alles andere mutig angehen werden.“
O’Neill sagte der Financial Times, er genieße seine derzeitigen Positionen im privaten Sektor „zu sehr“ und wolle seine Vermögenswerte nicht in einen Blind Trust einbringen, eine Voraussetzung für ein hochrangiges öffentliches Amt. Er betonte, die Entscheidung sei persönlicher Natur und nicht durch politische Differenzen bedingt.
O’Neill war einer von drei hochrangigen Beratern, von denen berichtet wurde, dass sie Burnham vor seiner Wahl zum Abgeordneten für Makerfield umworben haben. Die beiden anderen, der ehemalige Vorsitzende des Office for Budget Responsibility Richard Hughes und der ehemalige Chefökonom der Bank of England Richard Hughes, haben ebenfalls auf formelle Regierungspositionen verzichtet. Die ehemalige stellvertretende Gouverneurin der Bank of England Minouche Shafik verließ kürzlich Number 10, und andere langjährige Ökonomen wie John van Reenen und Anna Valero gehören nicht mehr zum offiziellen Rat, der Kanzler John Healey unterstützt. Nur Neil Amin‑Smith, ein ehemaliger Treasury‑Berater von Rachel Reeves, wurde als Wirtschaftsberater von Burnham behalten.
Da der Haushalt nur noch wenige Wochen entfernt ist, steht Burnham unter Druck, einen wachstumsfreundlichen Plan vorzulegen, während das UK mit einem langwierigen Iran‑Konflikt, nachlassendem Wachstum und steigenden Zinsängsten zu kämpfen hat. Analysten sagen, dass der im März identifizierte fiskalische Spielraum von £22,7 billionen wahrscheinlich geschmolzen ist, doch einige Ökonomen argumentieren, Healey könne die Steuern stabil halten, ohne die öffentlichen Finanzen zu gefährden. Dennoch könnte der Bedarf an zusätzlichen Ausgaben für Lebenshaltungskosten‑Maßnahmen und Verteidigung eine Debatte über Steuererhöhungen erzwingen, ein Szenario, das ohne einen namhaften Ökonomen im Team schwerer zu verteidigen wäre.
Für den Moment muss Burnham auf die verbleibenden Berater und sein eigenes politisches Kapital setzen, um die Märkte davon zu überzeugen, dass die Wirtschaftspolitik des UK auf einem stabilen Kurs bleibt.