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Macron empfängt saudischen Kronprinzen für Geschäfte und Nahost‑Gespräche

Paris empfängt saudischen Kronprinzen für eine zweitägige Agenda, die Esports‑Fanfaren mit hochrangigen diplomatischen Gesprächen über Iran und bilateralen Handel verbindet.

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Macron hosts Saudi crown prince for visit focused on deals and the Middle East crisis

Emmanuel Macron begrüßte Mohammed bin Salman in Paris am Sonntag für einen zweitägigen Besuch, der eine hochkarätige Esports‑Zeremonie mit einer Reihe von Handelsabkommen und Diskussionen über den Nahen Osten verband.

Die französische Seite sagte, dass Gesundheits-, Verkehrs‑ und Energiapakte am Montag unterzeichnet werden, während die Agenda voraussichtlich zu Iran und einer breiteren regionalen Stabilität übergehen wird. Das Treffen folgt einer früheren Macron‑Saudi‑Begegnung im Juli 2022 und markiert die erste Auslandsreise des Kronprinzen seit fast einem Jahr.

Esports‑Zeremonie setzt einen leichteren Ton

Die Eröffnungsnacht fand bei der Abschlusszeremonie des Esports World Cup statt, einer Veranstaltung, die Spitzen‑Gamer aus Spielen von Videospielen bis Schach zusammenbringt. FIFA-Präsident Gianni Infantino war ebenfalls anwesend. Macron mischte sich unter die Spieler, verteilte Trophäen und betonte, dass das Turnier zum ersten Mal außerhalb von Saudi-Arabien ausgetragen wird, was Paris‘ Bestreben unterstreicht, das Land als Zentrum für digitalen Sport zu präsentieren.

„Die Tatsache, dass er Frankreich für diesen Besuch gewählt hat, ist ein wichtiges Signal und bezeugt die Tiefe und Dynamik der franko‑saudischen Beziehung“, sagte ein französischer Präsidialbeamter.

Proteste und Menschenrechtsbedenken

Drei Journalisten‑Gewerkschaften, SNJ‑CGT, CFDT‑Journalistes und SGJ‑FO, organisierten einen Protest und erinnerten die Öffentlichkeit an eine französische Untersuchung zu mutmaßlicher Folter und erzwungener Verschwindenlassen im Zusammenhang mit der Beschwerde von 2021 über die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi. Die Gewerkschaften bezeichneten den Besuch als Provokation für Verteidiger der Medienfreiheit.

Menschenrechtsorganisationen kritisieren Saudi-Arabien seit langem für den Mord an Khashoggi im Jahr 2018, ein Fall, in dem die US‑Intelligenz feststellte, dass der Kronprinz direkt beteiligt war. Die Kritik fügt der ansonsten geschäftsorientierten Agenda eine diplomatische Komplikation hinzu.

Am Montag werden Macron und der Kronprinz die Eröffnungssitzung des Saudi‑Französischen Strategischen Partnerschaftsrates leiten, ein Forum, das die Koordination regionaler Fragen und die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zum Ziel hat. Das Ergebnis könnte die zukünftige französische Beteiligung an Golf‑Affären prägen, die europäischen Ansätze gegenüber Iran beeinflussen und möglicherweise den Weg für Projekte wie einen von Saudi-Arabien unterstützten Freizeitpark in der Region Val‑d'Oise außerhalb von Paris ebnen.

Analysten werden beobachten, ob die in Paris unterzeichneten Vereinbarungen in greifbare Handelsströme übersetzen und ob der diplomatische Dialog die Spannungen in einer bereits durch den US‑israelischen Konflikt belasteten Region entschärft.

Für Hintergrund zum Iran‑Aspekt siehe Iran‑verbundene Hacker haben britischen Energie‑Generator für vier Tage offline geschaltet.

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