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https://morningwire.eu/fr/le-tribunal-du-mali-inflige-des-peines-de-sept-ans-a-l-animateur-radio/
Das Bamako Court of Appeal verurteilte Mohamed Youssouf Bathily (Ras Bath) und Rokia Doumbia (Rose, the cost of living) zu sieben Jahren Haft, zusätzlich mit dreijährigen Bewährungsstrafen, in einem Schritt, der als Teil der wachsenden Unterdrückung von Dissens durch die Junta angesehen wird.

Am Freitag verurteilte die Strafkammer des Bamako Court of Appeal zu siebenjährigen Haftstrafen Mohamed Youssouf Bathily, im Radio bekannt als Ras Bath, und die Aktivistin Rokia Doumbia, die unter dem Namen „Rose, the cost of living“ postet. Beide Urteile enthalten zudem dreijährige Bewährungsstrafen wegen krimineller Verschwörung und wegen Verunglimpfung des Staates.
Bath und Doumbia befinden sich seit März 2023 in Haft, nachdem ein Radioprogramm auf die steigenden Lebenshaltungskosten in Mali aufmerksam gemacht hatte. Ihre Verurteilung folgt einem Muster von Verhaftungen, das darauf abzielt, Kritiker der Militärregierung zum Schweigen zu bringen.
Staatsanwälte beschrieben Bath als „eine Gefahr“ für die Junta und argumentierten, er solle von sozialen Medien und dem Radio ausgeschlossen werden, wobei sie behaupteten, er habe Doumbia zweimal in seine Sendung eingeladen. Baths Anwalt, Ladji Traore, wies das Urteil zurück und erklärte: „Wir akzeptieren diese Entscheidung nicht“, sagte Traore gegenüber Reportern. Er kündigte an, dass die Verteidigung beim Obersten Gerichtshof Berufung einlegen werde.
Bath ist der Sohn des ehemaligen Ministers Mohamed Aly Bathily. Er wurde erstmals 2016 wegen „Anstiftung zur Ungehorsamkeit unter den Truppen“ verhaftet und später in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt. Er nahm an den Protesten 2020 teil, die zum Sturz von Präsident Ibrahim Boubacar Keïta führten, und wurde unter dem aktuellen Regime mehrfach verhaftet.
Souleymane Camara, Präsident des Network of Human Rights Defenders of Mali, warnte, dass solche Verurteilungen in einer Demokratie nicht vorkämen, und fügte hinzu, dass die Gerichte seit den Staatsstreichen ihre verfassungsrechtliche Rolle aufgegeben hätten. Die regierende Junta unter der Führung von General Assimi Goïta hat wiederholt ihr Versprechen verschoben, die Macht an Zivilisten zurückzugeben, ein Termin, der im März 2024 verstrichen ist.
Laut dem 2026 Reporters Without Borders‑Index belegt Mali den 121. Platz von 180 Ländern, was eine breitere Unterdrückung widerspiegelt, die die Auflösung politischer Parteien und schwere Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten umfasst.
Die Berufung wird die Grenzen der judikativen Unabhängigkeit Malis prüfen. Während internationale Beobachter voraussichtlich das Urteil verurteilen werden, bleibt der konkrete Druck auf die Junta begrenzt. Das Urteil dürfte andere Journalist*innen davon abhalten, sensible Themen anzugehen, und den Raum für unabhängige Informationen weiter einschränken. Da Mali weiterhin mit einer langanhaltenden Sicherheitskrise zu kämpfen hat, könnte die Unterdrückung von Dissens die öffentliche Frustration vertiefen und Unruhen schüren, was die Bemühungen der Junta, das Land zu stabilisieren, weiter erschwert.