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Marokkanische Familien warten an der Grenze zu Ceuta auf vermisste Migranten

Zwei Wochen nach einer Massenüberquerung in die spanische Enklave Ceuta suchen marokkanische Verwandte weiterhin nach vermissten Angehörigen angesichts einer steigenden Zahl von Todesopfern.

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Moroccan families travel to Ceuta border in search of missing loved ones

Mehr als 70,000 Menschen gelangten aus Morocco am 30. und 31. Juli in die spanische Enklave Ceuta, was einen der tödlichsten Grenzvorfälle der jüngeren Erinnerung auslöste. Während die meisten zurückgeführt wurden, bleiben zwischen 2,000 und 5,000 Menschen gestrandet, und Dutzende Leichen sind nicht identifizierbar, sodass Familien auf beiden Seiten des Zauns im Ungewissen verharren.

Familien suchen nach Antworten

Verwandte haben sich zu Krankenhäusern, Polizeistationen und dem Bab Sebta Grenzübergang in der Stadt Fnideq versammelt, in der Hoffnung auf einen Hinweis. Ein Vater, Rahali, berichtete, wie sein Sohn Zakaria am Nationalfeiertag von Tangier aufbrach, nur um vom Meer mitgerissen zu werden, als der Grenzübergang unerwartet geschlossen wurde. „Sein Freund konnte gut schwimmen, mein Sohn jedoch nicht“, sagte Rahali, seine Stimme zitterte.

„Es gibt Leichen, deren Identität unbekannt ist, und wir wissen nicht, wer sie sind, aber unsere Verantwortung beschränkt sich auf die Bestattung“, sagte Saïd Mohammed Mohammed, Verwalter des Sidi Mbarek Muslim cemetery.

Soziale Medien haben sich zu einem provisorischen Suchinstrument entwickelt, wobei Familien Fotos und Videos vermisster Migranten auf Plattformen wie Facebook und TikTok veröffentlichen. In einem Fall erkannte eine Schwester ihren Bruder Mehdi in einem Video, in dem er aus dem Wasser auftauchte, doch eine offizielle Bestätigung blieb aus.

Bestattungs- und Identifizierungsmaßnahmen

Die Moroccan Association for Human Rights schätzt die Zahl der Todesopfer auf 141, höher als die von spanischen Beamten angekündigte offizielle Zahl von 91. Dutzende Leichen wurden aus dem Meer geborgen, doch die begrenzten Ressourcen des Friedhofs bedeuten, dass nicht alle sofort bestattet werden können.

Laut dem Friedhofsverwalter erhält jede nicht identifizierte Leiche eine Referenznummer und eine Gerichtsakte, sodass Familien die Überreste später beanspruchen können, wenn DNA‑Übereinstimmungen vorliegen. Forensische Teams der Spanish Civil Guard analysieren Fingerabdrücke und biologische Proben, um die Ergebnisse mit den marokkanischen Behörden zu teilen.

Ausblick

Da das Sonderamt nun in Betrieb ist, werden sich die kommenden Wochen darauf konzentrieren, die DNA‑Testung auszubauen und die Identifizierung zu beschleunigen. Dennoch bleibt die umfassendere humanitäre Frage: Wie werden die verbleibenden Migranten untergebracht, und welche Maßnahmen werden ergriffen, um eine Wiederholung des Anstiegs im Juli zu verhindern?

Für die Familien, die sich am Stacheldrahtzaun versammelt haben, bedeutet jede neue Information, sei es ein Foto, ein Fingerabdruck oder eine DNA‑Übereinstimmung, eine zerbrechliche Hoffnung auf Abschluss.

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