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Musk‘ Anwalt sagt, der Film sei mit einer vorgefassten Schlussfolgerung erstellt worden, was eine rechtliche Drohung auslöse, die seine Veröffentlichung beeinträchtigen könnte.

Elon Musk‘s Rechtsabteilung hat eine formelle Abmahnung an die Produzenten der neuen Dokumentation „Musk“ gesendet und behauptet, der Film sei um ein vorbestimmtes Narrativ herum konstruiert worden. Das Schreiben, datiert auf den 3. September und unterschrieben von Rechtsanwalt Alex Spiro, war an einen Produzenten von Alex Gibney‘s Jigsaw Productions gerichtet. Es wird behauptet, der Oscar‑gekrönte Regisseur habe Musk oder seinen engen Vertrauten die Möglichkeit verweigert, das Material auf sachliche Richtigkeit zu prüfen.
Dieses Projekt begann nicht als Untersuchung. Es begann mit einer Schlussfolgerung.
Die Dokumentation hatte ihre Premiere am Dienstag beim Venice Film Festival, wo sie einen ausgedehnten stehenden Applaus und positive Kritiken erhielt. Sie zeichnet Musk‘ Aufstieg vom südafrikanischen Dot‑Com‑Unternehmer in den frühen 2000er‑Jahren bis hin zum ersten Billionär der Welt nach, während sie zugleich seine turbulente Kindheit und seine vierzehn Kinder beleuchtet.
Abgesehen von der persönlichen Beschwerde warnt das Schreiben die gesamte Vertriebskette und nennt HBO, Bleecker Street und Universal als potenzielle Beklagte. Es greift gezielt eine Szene an, die suggeriert, Musk habe in der Wahlnacht 2024 gewusst, dass der ehemalige Präsident Donald Trump gewonnen habe, weil seine Starlink-Satelliten eingesetzt wurden, um die Wahl zu beeinflussen.
Variety beschrieb den Film als „zerreißendes Porträt“, während Deadline ihn als „verurteilend“ bezeichnete und sagte, er stelle Musk als „kleinlich, narzisstisch, megalomanisch, grausam“ dar. Die Filmemacher reagierten über The Hollywood Reporter, beriefen sich auf den Schutz des First Amendment und forderten die Verteidigung der Meinungsfreiheit, selbst von Musk‘ eigenen Unterstützern.
Angeregt durch die Warnung wurde Jigsaw angewiesen, sämtliches Rohmaterial, Interview‑Transkripte und interne Kommunikation zu sichern. Sollte Musk mit einer Klage fortfahren, könnte der Rechtsstreit die Veröffentlichung des Films auf HBO sowie die Kinopremiere über Bleecker Street und Universal verzögern. Das Ergebnis könnte zudem beeinflussen, wie Dokumentarfilmer künftig den Zugang zu hochkarätigen Protagonisten verhandeln.
Unterdessen hat Musk X genutzt, um den Film als „Fehlversuch, der verfehlt“ abzutun und ihn als langweilig zu bezeichnen, was einen PR‑Kampf signalisiert, der voraussichtlich parallel zu jedem Gerichtsverfahren weitergehen wird.