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Reform UK drängt Krypto aus seiner Hauptkonferenz

Die Jahreskonferenz der Partei wird künftig keine Krypto‑Sponsoren oder Zugang auf Führungsebene für Digital‑Asset‑Unternehmen mehr beinhalten, ein Schritt, der mit jüngster Spender‑Prüfung zusammenhängt.

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Nigel Farage and another man on stage discussing crypto and UK reform, with Bitcoin on screen.

Reform UK kündigte am Dienstag an, dass seine Konferenz in Birmingham nächste Woche keine krypto‑bezogenen Unternehmenspartner oder Satellitenveranstaltungen enthalten wird. Die Entscheidung folgt auf öffentlichen Aufschrei, nachdem der Parteiführer Nigel Farage ein Geschenk in Höhe von £5 Millionen von dem Milliardär Christopher Harborne erhalten hatte, dessen Vermögen größtenteils aus Digital‑Asset‑Investitionen stammt.

Historisch hat die Partei Blockchain und Tokenisierung gefördert, wobei Unternehmen wie Zebec und Aave Labs als Hauptsponsoren bei früheren Veranstaltungen auftraten. In diesem Jahr listet die Agenda jedoch nur traditionelle Akteure wie Google, Lloyds Bank und das Energieunternehmen Cadent Gas. Die Organisatoren haben außerdem Vergünstigungen gestrichen, die Krypto‑Führungskräften zuvor kostenlose Eintrittskarten und Backstage‑Zugang zu hochrangigen Parteifiguren ermöglichten.

Warum die Veränderung wichtig ist

Die Verschiebung signalisiert eine strategische Neukalibrierung. Reforms “Cryptoassets and Digital Finance Bill”, das im Oktober vorgestellt wurde, versprach einen Kapitalertragssteuersatz von 10 Prozent für Digital‑Assets und sogar eine staatliche Bitcoin‑Reserve. Die Politik wurde als Weg beworben, das Vereinigte Königreich zu einer “Krypto‑Macht” zu machen, ein Ausdruck, der vom ehemaligen Effizienzchef Zia Yusuf geprägt wurde. Da das Gesetz nun von der Website der Partei entfernt wurde, deutet die Maßnahme darauf hin, dass die Führungsgremien eine breitere geschäftliche Glaubwürdigkeit über Nischen‑Tech‑Lobbyarbeit stellen.

Politischer Hintergrund

Im vergangenen Monat gewann Farage eine Nachwahl in Clacton, ein Sieg, der vorübergehend eine parlamentarische Untersuchung der Spende von Harborne stoppte. Die Partei sah sich zudem einer Prüfung ihrer Verbindungen zu dem verurteilten Betrüger George Cottrell ausgesetzt, dessen Vermögen Krypto‑Handelsgewinne umfasst. Ein Insider sagte gegenüber City AM, dass das Entfernen der Krypto‑Vergünstigungen mit einem gesteigerten Interesse von “mehr Mainstream‑Industrien” zusammenfiel, nachdem Reform bei den Kommunalwahlen im Mai stark abgeschnitten hatte.

„Im vergangenen Jahr haben wir Verbindungen aufgebaut und Gespräche mit Unternehmen und der Industrie geführt, darüber, wie wir kritische Infrastruktur bereitstellen, Investitionen ankurbeln, Energiekosten senken und die Wirtschaft wachsen lassen können.“

Was als Nächstes für Reform und den Krypto‑Sektor ansteht

Der Gipfel in Birmingham wird einen neuen “Reform UK business day” sowie eine Lounge am Flughafen Heathrow im zweiten Jahr umfassen, was das Format anderer Parteikonferenzen widerspiegelt. Analysten erwarten, dass die Partei Blue‑Chip‑Sponsoren anwirbt, in der Hoffnung, den Schwung der Konferenz in Wahlerfolge umzusetzen. Für die Krypto‑Branche könnte der Ausschluss die Suche nach alternativen politischen Verbündeten anregen oder einen erneuten Fokus auf Lobbyarbeit über Fachverbände statt über Parteiveranstaltungen bewirken.

Ob Reform sein Wachstum ohne das Krypto‑Narrativ aufrechterhalten kann, bleibt abzuwarten, doch die jüngste Maßnahme der Partei unterstreicht einen breiteren Trend: Die Politik im Vereinigten Königreich richtet sich zunehmend nach konventionellen Geschäftsinteressen, um Glaubwürdigkeit auf nationaler Ebene zu erlangen.

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