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Drohnenangriffe zwangen Saudi-Arabien, eine wichtige Ölpipeline zu schließen, und die UN sagt, dass die vertriebene Bevölkerung im Jemen innerhalb einer Woche vervierfacht wurde.

Saudi-Arabien bestätigte am Samstag, dass seine wichtige East-West pipeline vorübergehend stillgelegt wurde, nachdem eine Reihe von Drohnenangriffen den Riyadh‑Medina‑Korridor getroffen hatte. Das Energieministerium sagte, die Angriffe hätten leichte Verletzungen verursacht und eine sofortige Sicherheitsabschaltung ausgelöst.
Die Pipeline transportiert etwa dreieinhalb Millionen Barrel Rohöl pro Tag und versorgt die wichtigsten Exportterminals des Königreichs. Jede Unterbrechung kann sich auf die globalen Ölpreise auswirken, zumal die Märkte bereits mit Lieferunsicherheiten aus dem Red Sea kämpfen.
„Die Störung der East‑West pipeline könnte die globalen Ölmärkte verengen und die Preise steigen lassen“, sagte ein leitender Analyst einer in London ansässigen Energieberatung.
Die United Nations warnten am Samstag, dass seit Juli mindestens 76 000 Menschen in Jemen ihre Häuser verlassen haben, eine Zahl, die viermal so hoch ist wie in der Vorwoche. Die International Organization for Migration beschrieb die Lage als sich rasch verschärfende Vertreibungskrise, ausgelöst durch intensivere Kämpfe zwischen Regierungsstreitkräften und von Iran unterstützten Houthi rebels.
Parallel berichteten die Sicherheitskräfte des Iraq, dass sie Drohnenstartplattformen in der Nähe der Grenze zu Iran im al‑Tib‑Gebiet der Provinz Missan gefunden haben. Premierminister Ali Faleh al‑Zaidi sagte, Bagdad werde mit Teheran bei einer gemeinsamen Untersuchung der Standorte zusammenarbeiten, die zum Angriff auf die saudische Pipeline verwendet wurden.
Die Angriffe erfolgen, während Houthi‑Kämpfer strategische Punkte rund um die Bab el‑Mandeb‑Straße besetzten, was Bedenken von Russia hinsichtlich einer „uncontrolled“‑Situation in dieser wichtigen Schifffahrtsroute auslöste. Gleichzeitig traf der Präsident Irans den Kronprinzen der UAE am Rande des BRICS-Gipfels in New Delhi, ein Treffen, das ebenfalls Diskussionen über den breiteren Nahost‑Konflikt beinhaltete. Mehr über die Dynamik des BRICS‑Gipfels erfahren.
Saudi‑Beamte haben bisher von Vergeltungsmaßnahmen abgesehen und stattdessen die Herkunft der Drohnen untersucht. Analysten erwarten einen diplomatischen Vorstoß, um die Milizen zur Verantwortung zu ziehen, während die Ölmärkte sich auf mögliche Preisvolatilität einstellen, falls die Pipeline über einen längeren Zeitraum offline bleibt.
In den kommenden Wochen wird der Fokus darauf liegen, ob der Iraq die Milizenaktivität eindämmen kann, wie schnell die Pipeline wiederhergestellt werden kann und welchen Einfluss die zunehmende Vertreibung im Jemen auf die humanitären Hilfsströme haben wird.