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Bei 90 % der ausgezählten Stimmen führen die Social Democrats mit einem Sitzvorsprung, sodass das Endergebnis ungewiss bleibt.

Schwedische Wähler warten noch auf eine eindeutige Antwort, da die Auszählungsumfragen am Montagabend zeigen, dass das Zentrum‑Links‑Block nur einen hauchdünnen Vorsprung gegenüber der rechtsgerichteten Koalition von Premierminister Ulf Kristersson hat. Die Social Democratic Party, geführt von der ehemaligen Premierministerin Magdalena Andersson, scheint einen Sitzvorsprung im 349‑Sitz‑Riksdag zu haben, während die Sweden Democrats unter ihr Niveau von 2022 gefallen sind.
Für den Moment liegen wir vorn. Und wenn das bestätigt wird, wird Schweden eine neue Regierung haben.
Andersson, die von 2021‑2022 als Schwedens erste weibliche Premierministerin amtierte, sagte ihren Unterstützern, dass ein bestätigter Vorsprung den Weg für eine neue Regierung ebnen würde. Ihre Partei erreichte etwa 28 % der Stimmen, ein Anteil, der zwar nach wie vor der größte ist, aber der schwächste seit über einem Jahrhundert.
Die Moderate Party von Kristersson verzeichnete etwa 19.9 % der ausgezählten Stimmen. Er signalisierte die Bereitschaft, jede tragfähige nicht‑sozialistische Konfiguration zu prüfen, warnte jedoch, dass tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten, insbesondere zwischen der Left Party und der Centre Party, eine Programmvereinbarung verzögern könnten.
Zum ersten Mal seit dem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 fielen die anti‑Einwanderungs‑Sweden Democrats auf 17.6 %, gegenüber 20.5 % bei der Wahl 2022. Parteiführer Jimmie Akesson räumte den Rückgang ein und stellte fest, dass die Partei im Vergleich zu vor vier Jahren einige Prozentpunkte verloren habe.
Schwedische Behörden werden die restlichen Stimmzettel bis Mittwoch weiter auszählen, gefolgt von einer automatischen regionalen Nachzählung, die üblicherweise eine Woche dauert. Bis die endgültige Auszählung zertifiziert ist, bleiben beide Blöcke in Bereitschaft, und die Zusammensetzung einer zukünftigen Koalition bleibt ungewiss.
Wenn die Zentrum‑Links‑Koalition eine Mehrheit sichert, wird sie voraussichtlich ihr Programm verfolgen, das höhere Steuern für Banken und hohe Einkommen vorsieht, Maßnahmen zur Verringerung von Wartezeiten im Gesundheitswesen und Reformen zur Verbesserung der Schulleistungen. Umgekehrt würde eine Fortsetzung von Kristerssons Minderheitsregierung, unterstützt von den Sweden Democrats, die aktuelle rechtsgerichtete Politikrichtung beibehalten.