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Spanien beschuldigt Russland und Israel, die Desinformation über Migranten in Ceuta zu schüren

Der Premierminister Spaniens behauptet, russische und israelische Netzwerke falsche Narrative über den jüngsten Zustrom von Migranten in die nordafrikanische Enklave Ceuta verstärkt zu haben.

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Spanish PM Sanchez says Israel and Russia spread disinformation on Ceuta migrant crisis

Pedro Sanchez sagte dem Radiosender Cadena Ser am Montag, dass Online‑Gerüchte, die mit Russia und Israel in Verbindung stehen, während der massenhaften Ankunft von Migranten in der spanischen Enklave Ceuta Ende Juli gezielt verstärkt wurden. Die Behauptung beruht auf einem Bericht des außenpolitischen Organs der Europäischen Union, des European External Action Service, der koordinierte Desinformationskampagnen auf sozialen Plattformen identifizierte.

Warum die Vorwürfe wichtig sind

Die Vorwürfe kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die linke Regierung von Madrid bereits wegen ihres Umgangs mit der Krise unter Druck steht. Etwa 70 000 Menschen gelangten nach Ceuta, die meisten von ihnen wurden nach Morocco zurückgeführt. Die spanischen Behörden schätzen, dass zwischen 3.500 und 7.000 Migranten verblieben sind, darunter unbegleitete Kinder, während lokale rechtsgerichtete Führungsfiguren argumentieren, die Zahl könne bis zu 10.000 betragen. Indem Sanchez die Fehlinformationen mit Ländern verknüpft, die mit Spanien über die Ukraine‑ und Nahost‑Politik im Konflikt stehen, deutet er auf eine umfassendere geopolitische Strategie hin, die darauf abzielt, Madrids Glaubwürdigkeit zu untergraben.

Was als Nächstes kommt

Sanchez wies jede Andeutung zurück, dass marokkanische Beamte beteiligt seien, und erklärte, dass kein spanischer Geheimdienstpartner Zweifel an der Rolle von Rabat geäußert habe. Er fügte hinzu, dass Ermittlungen zu der falschen Behauptung laufen, dass Migranten, die nach Ceuta schwimmen, nicht abgeschoben werden können, eine Aussage, die nach wie vor nicht verifiziert ist.

Wir untersuchen weiterhin, was geschehen ist,

Der israelische Außenminister Gideon Saar reagierte auf X und beschuldigte den Premierminister, „schamlos zu lügen“, und bezeichnete die Vorwürfe als „eine dreiste Lüge“. Der diplomatische Streit wird voraussichtlich zu einer verstärkten Rhetorik sowohl in Madrid als auch in Jerusalem führen und könnte die EU dazu veranlassen, Netzwerke der Desinformation, die mit ausländischen Staaten verbunden sind, genauer zu prüfen.

Kurzfristig werden spanische Beamte sich darauf konzentrieren, die verbliebenen Migranten zu verarbeiten und die Grenzkontrollen zu verschärfen, während diplomatische Kanäle genutzt werden könnten, um die angebliche ausländische Einmischung zu adressieren. Die Episode unterstreicht die Herausforderungen, denen europäische Demokratien bei der Trennung echter Sicherheitsbedenken von organisierten Informationskampagnen gegenüberstehen.

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