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Syrien ernennt ehemaligen SDF-Kommandanten Mazloum Abdi zum Präsidialberater

Der ehemalige Leiter der Syrian Democratic Forces wurde zum Seniorberater von Präsident Ahmed al‑Sharaa ernannt, was den autonomen Vorstoß der kurdischen Miliz beendet.

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Mazloum Abdi, from champion of Syria Kurdish autonomy to presidential adviser

Mazloum Abdi wurde am Freitag als Präsidialberater des neuen Staatsoberhauptes Syriens, Ahmed al‑Sharaa, angekündigt. Die Ernennung erfolgt nur wenige Tage, nachdem Abdi die Auflösung der kurdisch geführten Syrian Democratic Forces (SDF) bestätigt hatte, der bewaffnete Flügel, der die halbautonome kurdische Verwaltung im Nordosten des Landes bewacht hatte.

Vom PKK‑Veteranen zum Präsidialberater

Abdi, 1967 in der Nähe der türkischen Grenze in der Stadt Kobane geboren, trat 1990 der Kurdistan Workers' Party (PKK) bei und half später beim Aufbau der People's Protection Units (YPG) in Syrien. Er erlangte während der Schlacht um Kobane 2014‑15, einem symbolischen Sieg über den Islamischen Staat, Bekanntheit, was seinen Ruf als bescheidener, aber kluger Militärführer festigte.

Mehr als ein Jahrzehnt leitete Abdi die SDF, knüpfte enge Beziehungen zu den United States, dem Hauptunterstützer, und navigierte gleichzeitig eine schwierige Beziehung zur Türkei, die die PKK und ihre syrischen Ableger als terroristische Organisationen bezeichnet. Er hielt vorsichtige Kontakte zum Assad‑Regime und zu Russland, indem er die kurdischen Kräfte als flexiblen Partner in einem komplexen Bürgerkrieg positionierte.

Warum der Schritt wichtig ist

Der im Januar mit der Regierung von al‑Sharaa geschlossene Integrationsvertrag beendete den kurdischen Vorstoß für eine separate autonome Region. Der Analyst der International Crisis Group, Nanar Hawach, beschrieb Abdi als einen der „PKK‑Veteranen“, die die YPG und später die SDF aufgebaut haben. Indem Abdi ins Präsidialamt geholt wird, signalisiert die neue syrische Führung die Bereitschaft, kurdische Führungsfiguren in den Staatsapparat zu integrieren, was potenziell jahrelanges Misstrauen mildern könnte.

„Er verbindet politische Flexibilität und Pragmatismus, um die Ziele und legitimen Rechte der Sache seines Volkes zu erreichen“, sagte ein enger Vertrauter über Abdi.

Abdi, der Ingenieurwissenschaften in Aleppo studierte, steht seit langem auf der Fahndungsliste der Türkei und ist Gegenstand einer Interpol‑Roten Karte. Im Jahr 2023 traf ein mit der Türkei verbundener Anschlag den Flughafen Sulaimaniyah im irakischen Kurdistan, während er dort anwesend war, was die persönlichen Risiken, die er trägt, unterstreicht.

Was als Nächstes kommt

Mit der Auflösung der SDF wird erwartet, dass kurdische Kämpfer gemäß den Bedingungen des Januar‑Abkommens in die syrische Nationalarmee integriert werden. Abdis beratende Rolle könnte kurdischen Interessen eine Stimme in der nationalen Politik verleihen, stellt ihn jedoch auch ins Zentrum heikler Verhandlungen mit der Türkei, den United States und regionalen Verbündeten.

Beobachter sagen, die eigentliche Prüfung werde sein, ob die neue Regelung Stabilität für den kurdisch‑bevölkerten Nordosten liefern kann, während Damaskus nach dem Sturz von Bashar al‑Assad im Jahr 2024 die Kontrolle konsolidiert. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Abdis pragmatischer Ansatz die Kluft zwischen kurdischen Bestrebungen und der zentralisierenden Agenda des syrischen Staates überbrücken kann.

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