European business, markets and politics
Südkoreanische und japanische Technologieaktien sprangen trotz eines starken US‑Beschäftigungsberichts, da die Ölpreise aufgrund von Spannungen im Nahen Osten stiegen.

Aktien von Technologieunternehmen in Seoul und Tokio stiegen am Montag, selbst nachdem ein überraschend starker US‑Beschäftigungsbericht die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve bei ihrer September‑Sitzung erhöhte.
Samsung legte um 5.7% zu und SK hynix sprang um 8.3% nach oben, während das Investment‑Powerhouse SoftBank um mehr als 11% zulegte. Der breitere südkoreanische Markt schloss um über vier Prozent höher, und der japanische Nikkei legte um 2.1% zu, da der Chiphersteller TSMC den taiwanesischen Index um 1.7% ansteigen ließ.
Analysten sagen, der Optimismus sei getrieben von der Überzeugung, dass massive Unternehmensinvestitionen in künstliche Intelligenz letztlich zu Gewinnwachstum führen werden, selbst wenn jüngste Kursschwankungen einige Händler verunsichert haben.
Ein robuster US‑Beschäftigungsbericht am Freitag überraschte viele und befeuerte die Erwartung, dass die Federal Reserve am 16. September die Geldpolitik straffen wird. Die Daten fielen zudem mit einer neuen Runde von US‑Iran‑Schlägen zusammen, die die Ölpreise nach oben trieben und laut dem Autofahrer‑Verband AAA Diesel auf einen neuen US‑Rekord brachten.
Dan Coatsworth, Leiter der Märkte bei AJ Bell, bemerkte: „Viele der Schlagzeilen zum dominanten KI‑Thema bleiben positiv, doch Anleger müssen sich mit der Möglichkeit einer Zinserhöhung bei der Sitzung der US‑Federal Reserve später in diesem Monat auseinandersetzen.“
Die Devisenmärkte spürten die Auswirkungen des US‑Labor‑Day‑Feiertags, wobei der Yen gegenüber allen Hauptwährungen aufwertete und sein höchstes Niveau gegenüber dem Dollar seit Februar erreichte, was Spekulationen über eine mögliche japanische Intervention auslöste.
Anleger werden den bevorstehenden US‑Verbraucherpreisbericht für August, der am Freitag fällig ist, nach Hinweisen auf die Kerninflation beobachten. Ein schlechter als erwartetes Ergebnis könnte die Erwartung einer Fed‑Zinserhöhung festigen.
Der Technologieriese Oracle wird am Donnerstag seine Ergebnisse veröffentlichen, ein Datenpunkt, den Analysten nutzen werden, um die Gesundheit des KI‑Booms zu beurteilen.
Die europäischen Märkte waren gemischt: Die Eurozone verzeichnete ein stärker‑als‑erwartetes Wachstum im zweiten Quartal, doch die deutsche Industrieproduktion fiel im Juli stark, was den Kanzler Friedrich Merz unter Druck setzte, das Wachstum anzukurbeln. Im Vereinigten Königreich sank der FTSE 100 leicht, während der französische CAC 40 leicht zulegte und der deutsche DAX fiel.
Insgesamt deutet die Kombination aus Zentralbank‑Sitzungen, US‑Inflationsdaten und Ergebnissen wichtiger Technologieunternehmen darauf hin, dass die Volatilität in den kommenden Wochen zunehmen könnte.
Wichtige Indizes zum Schluss: FTSE 100 10,822.13 (minus 0.1%), CAC 40 8,306.15 (plus 0.3%), DAX 26,006.53 (minus 0.2%), Nikkei 66,399.84 (plus 2.1%). Die Ölpreise stiegen, wobei Brent plus 1.4% bei $97.64 pro Barrel und West Texas Intermediate plus 1.6% bei $92.90 lagen.