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Todesopferzahl über 360, da die Nepal‑Tibet-Sturzflut einen neuen Seeburst gefährdet

Ein Gletschersplitter löste eine tödliche Sturzflut an der Grenze zwischen Nepal und Tibet aus und weckte die Befürchtung einer sekundären Flut durch einen ansteigenden künstlichen See.

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Nepal-Tibet live: Death toll surpasses 360 amid warnings of fresh floods

Eine massive Sturzflut, ausgelöst durch einen Gletschersplitter an der Grenze zwischen Nepal und Tibet, hat mindestens 362 Menschen getötet, wobei die Todesopferzahl nun über 360 gemeldet wird. Die Katastrophe, die am Mittwoch eintraf, ließ zudem etwa 1,000 Einwohner vermisst zurück und bildete einen künstlichen See, von dem die Behörden sagen, er könnte brechen und weitere Überschwemmungen flussabwärts auslösen.

Das Ausmaß der Tragödie verändert die humanitären Prioritäten in der gesamten Region. Rettungsteams aus Nepal, China und mehreren ausländischen Regierungen eilen, Überlebende zu finden, während sie mit gefährlichem Gelände, anhaltendem Regen und begrenzter Infrastruktur kämpfen. Das United Kingdom hat £5 million in Hilfe zugesagt, und Australia kündigte A$5 million für Hilfsmaßnahmen an.

Rettungs- und Hilfsmaßnahmen

Internationale Einsatzkräfte arbeiten unter „extrem herausfordernden“ Bedingungen, wobei steile Berge, Erdrutsche und weggespülte Straßen den Zugang erschweren. Die International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies hat Freiwillige mobilisiert, während die Katastrophenbehörde Nepals die Bewohner warnt, sich von den Flussufern fernzuhalten, da die Wasserstände steigen.

Die australische Außenministerin Penny Wong sagte in der Today Show, dass 39 australische Staatsbürger weiterhin vermisst werden und dass die Regierung ihr Vor‑Ort‑Team in Kathmandu ausbaut. Das United States State Department bestätigte, dass 90 Amerikaner vermisst sind, meldete jedoch drei Rettungen und keine Todesfälle.

Risiko einer sekundären Flut

Die chinesischen Staatsmedien Xinhua berichteten, dass der durch den Erdrutsch entstandene künstliche See in den nächsten drei Tagen bis zu drei Millionen Kubikmeter Zufluss erhalten könnte, was die Wahrscheinlichkeit eines Brechens erhöht. Behörden sowohl in Nepal als auch in China haben Warnungen herausgegeben, die Einheimischen auffordern, den Seeumfang zu meiden, und Evakuierungspläne für nachgelagerte Siedlungen vorbereiten.

Wir senden unser tiefstes Mitgefühl an alle, die so tragisch ihre Angehörigen verloren haben, und fühlen tief mit den vielen Familien, die sehnsüchtig auf Neuigkeiten über Freunde und Verwandte warten.

King Charles III drückte in einer persönlich unterschriebenen Botschaft sein Bedauern für die Opfer aus und betonte die engen Verbindungen vieler Briten zur Himalaya-Region.

Da die Wettervorhersagen anhaltenden Regen prognostizieren, richtet sich der Fokus nun darauf, den See zu stabilisieren, die Vermissten zu finden und Hilfe in abgelegene Dörfer zu bringen. Die kommenden Tage werden entscheiden, ob die Region eine zweite Welle der Verwüstung abwenden kann.

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