European business, markets and politics
https://morningwire.eu/fr/trump-accorde-une-suspension-tarifaire-de-90-jours-sur-le-boeuf-hache/
Eine kurzfristige Befreiung von Rindfleischzöllen soll die Lebensmittelrechnungen entlasten, stößt jedoch auf Kritik von US‑Rinderproduzenten.

Donald Trump kündigte auf seiner Truth‑Social‑Plattform an, dass die Vereinigten Staaten für die nächsten 90 Tage bis zu 300 000 metrische Tonnen Hackfleisch importieren dürfen, ohne den üblichen Out‑of‑Quota‑Zoll zu erheben. Die Maßnahme soll die Einzelhandelspreise für Rindfleisch senken, die gestiegen sind, weil die nationale Rinderherde auf den kleinsten Stand seit den 1950er‑Jahren gefallen ist – ein Rückgang, der durch Dürre und stärkere ausländische Konkurrenz verursacht wurde.
Rindfleischpreise sind in den Vereinigten Staaten zu einem Brennpunkt geworden, da sie als Barometer der umfassenderen Lebenshaltungskostenkrise gelten. Mit den bevorstehenden Zwischenwahlen wollen beide Parteien zeigen, dass sie die Haushaltsbudgets schützen können. Die Verwaltung gibt an, dass das importierte Rindfleisch zu 25 Prozent unter den Marktpreisen verkauft wird, ein Wert, der die Lebensmittelrechnungen senken soll.
Das ist, was die Wähler wollen, und das ist, was ich will.
Die Entlastung ist jedoch nicht ohne Kontroversen. Deb Fischer, Senatorin aus Nebraska, einem wichtigen Rindfleischproduktionsstaat, bezeichnete die Entscheidung als „extrem enttäuschend“ und warnte, dass das Überfluten des Marktes amerikanische Produzenten schädigen könnte. Colin Woodall, CEO der National Cattlemen's Beef Association, teilte diese Ansicht und sagte, dass subventionierte Importe die langfristige Stabilität der Herde gefährden.
Inländische Viehzüchter und Handelsverbände argumentieren, dass der einzige nachhaltige Weg, Preise zu senken, darin besteht, die Herde wieder aufzubauen, anstatt sich auf ausländische Lieferungen zu verlassen. Die American Farm Bureau Federation hat gewarnt, dass der Konsum die heimische Produktion übersteigt und dass ohne eine größere Herde der Preisdruck anhalten wird.
Präsident Trump hat nicht angegeben, welche Länder das Rindfleisch liefern werden, noch erläutert, wie die unterhalb des Marktpreises liegende Preisgestaltung durchgesetzt werden soll. Die Verwaltung hat zuvor die Importe von Rindfleischabschnitten aus Argentinien ausgeweitet und eine Untersuchung von Schlachtbetriebspraktiken eingeleitet, was auf eine umfassendere Marktinterventionsstrategie hindeutet.
Im Ausblick könnte die vorübergehende Befreiung einen Präzedenzfall für zukünftige Handelsmaßnahmen schaffen, insbesondere während die Vereinigten Staaten andere Abkommen verhandeln, wie die ausstehenden US‑Canada‑Handelsgespräche die in jüngsten Verhandlungen skizziert wurden. Wenn die Preisentlastung als wirksam wahrgenommen wird, könnten Gesetzgeber langfristigere Maßnahmen fordern, während Produzenten für Schutzpolitiken lobbyieren könnten, um den Wiederaufbau der Herde zu sichern.
Kurzfristig könnten Käufer leichte Preisnachlässe bemerken, doch die langfristigen Auswirkungen auf die heimische Rinderindustrie bleiben ungewiss.