European business, markets and politics
Der Lloyds Business Barometer verzeichnet einen Sprung im Optimismus und signalisiert, dass Unternehmen trotz steigender Energiepreise eine stabile Nachfrage sehen.

Der Lloyds Business Barometer zeigte, dass das Vertrauen unter UK‑Firmen im August auf 53 Prozent gestiegen ist, das stärkste Ergebnis seit März und über dem 12‑Monats‑Durchschnitt. Der Index, der tausende Unternehmen befragt, verzeichnete einen Zuwachs von vier Punkten gegenüber Juli und einen Anstieg des Optimismus hinsichtlich der Gesamtwirtschaft um sieben Punkte, jetzt bei 49 Prozent.
Ein höheres Vertrauen deutet darauf hin, dass Unternehmen trotz steigender Energiekosten und geopolitischer Spannungen eine solide Konsumentennachfrage verzeichnen. Amanda Murphy, Chief Executive des kommerziellen Geschäftsbereichs von Lloyds, sagte:
Unternehmen berichten von stärkerer Kundennachfrage, größerem Optimismus hinsichtlich der Gesamtwirtschaft und wachsendem Vertrauen in ihre eigene Handelsperspektive.
Sie fügte hinzu, dass nachlassender Kostendruck und weniger Unternehmen, die Preissteigerungen planen, es den Managern ermöglichen sollten, sich auf Wachstum zu konzentrieren statt lediglich Gegenwind zu überstehen.
Der Vertrauensschub kommt, während der Konflikt im Iran in den sechsten Monat eintritt, die Strait of Hormuz weitgehend für petrochemische Exporte geschlossen hält und die globalen Ölpreise nach oben treibt. Die Sanktionen von Donald Trump haben die Kosten für raffinierte Produkte wie Diesel und Flugbenzin verdoppelt, während Ofgem warnte, dass die Haushaltsenergiepreise ab Oktober um bis zu vier Prozent steigen könnten – der stärkste Anstieg in drei Jahren.
Trotz dieser Herausforderungen erwarten zwei Drittel der befragten Unternehmen, die Produktion im kommenden Jahr zu steigern, und der Anteil der Unternehmen, die Preissteigerungen planen, fiel auf etwas mehr als die Hälfte. Der Finanzminister John Healey hat bislang die Spekulationen über Steuererhöhungen auf ein Minimum beschränkt und damit das jüngste Versprechen des Finanzministeriums wiederholt, die Geschäftskosten vor dem Haushalt zu senken, wie im Burnhams Plan zur Entlastung der Budgetkosten dargelegt wird.
Blickt man nach vorn, stieg die Handelsperspektive des Barometers auf 58 Prozent, ein Drei‑Monats‑Hoch, was darauf hindeutet, dass Unternehmen zuversichtlicher hinsichtlich des Umsatzwachstums sind. Bleibt die Konsumausgaben robust und lässt der Druck durch Energiepreise nach, könnte der Aufwärtstrend im Vertrauen zu stärkeren Investitionen und Einstellungen in den kommenden Monaten führen.