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Unbegleitete marokkanische Minderjährige in Ceuta sehen sich katastrophalen Bedingungen ausgesetzt, während Behörden mit der Registrierung beginnen

Tausende unbegleitete Kinder leben nach einer massiven Migrantenüberquerung auf den Straßen von Ceuta, mit begrenzter Nahrung, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung, während spanische und marokkanische Beamte mit Schutz- und Rückführungsverfahren kämpfen.

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‘We won’t go back’: Young Moroccan migrants in Ceuta refuse to abandon their European dream

Am Morgen des 1. August wurden Polizeifahrzeuge im Industriegebiet Tarajal in Ceuta stationiert, wo ein umgebautes Lagerhaus eine große Zahl unbegleiteter marokkanischer Minderjähriger beherbergte. Die Kinder waren nach einer massiven Überquerung vom 30.–31. Juli angekommen, bei der mehr als 70.000 Migranten die spanische Enklave erreichten.

Nach Angaben der spanischen Regierung liegt die Zahl der Minderjährigen, die noch auf den Straßen leben, bei etwa 2.500, während lokale Nichtregierungsorganisationen die Zahl näher bei 4.000 ansetzen. Save the Children berichtet, dass rund 1.500 der Kinder derzeit Kinderschutzdienste erhalten.

Die Lebensbedingungen sind äußerst schlecht. Die provisorischen Siedlungen fehlen grundlegende Dienstleistungen, Toiletten und ausreichende Nahrung, was zu Infektionen, Krätze und im August dazu führte, dass zwei Jungen wegen Hitze und unbehandelter Krankheit zusammenbrachen. Ein 17‑jähriger namens Reda erklärte, er habe keinen Wunsch, nach Marokko zurückzukehren, und erläuterte, er sei gekommen, um seine Abiturprüfungen abzulegen und sich für ein Fußballteam zu versuchen.

Khaled, ein weiterer Minderjähriger, berichtete von einem Vorfall, bei dem bewaffnete Jugendliche aus dem Viertel El Principe angriffen, mehrere Freunde verletzten und ein Todesopfer forderten. Manal, ein 16‑jähriges Mädchen, sagte, sie habe sich in Kanälen versteckt, während Schüsse fielen, und schlafe nun in einem provisorischen Zelt nahe der Grenze, nachdem sie ein von der Polizei betriebenes Zentrum verlassen habe, das sie als gewalttätig beschrieb. Mohammed, ebenfalls 16, erklärte, dass die Jugendlichen in der Nähe des Meeres urinieren und sich mit Meerwasser waschen müssten, weil es keine Toiletten gebe.

Die in Ceuta ansässige NGO Luna Blanca liefert einmal täglich Nahrung, doch die Menge ist für den Bedarf der Gruppe unzureichend. Die spanischen Behörden haben begonnen, die unbegleiteten Minderjährigen zu registrieren, und der Minister für Territorialpolitik, Angel Victor Torres, berichtete, dass rund 1.400 Minderjährige in das Kinderschutzsystem aufgenommen wurden.

Nach spanischem Recht muss jeder Fall einzeln bewertet werden, was eine kollektive Rückführung nach Marokko verhindert. Der Einwanderungsanwalt Basem Salem betonte, dass Identitätsprüfung, familiärer Hintergrund und das Wohl des Kindes geprüft werden müssen, bevor eine Rückführung erfolgt. Marokkanische Beamte unter der Leitung von Abdellatif Wahbi versprachen Zusammenarbeit, wobei Konsulate bei der Identifizierung der Minderjährigen unterstützen.

Finanzierung und zukünftige Planung

Die spanische Regierung hat €25 Millionen bereitgestellt, um Ceuta bei der Bewältigung des Zustroms von Minderjährigen zu unterstützen. Das Ministerium für Jugend und Kinder plant eine Konferenz Ende August, um zu entscheiden, wie die Ressourcen zwischen Zentral- und Lokalbehörden aufgeteilt werden.

Jeden Morgen stellen sich Hunderte von Jugendlichen vor der Polizeistation an, um einen Platz im spanischen Kinderschutzsystem zu erhalten, während andere in Lagerhäusern, am Strand oder in nahegelegenen Hügeln auf Entscheidungen warten.

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