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Venice-Film beleuchtet israelische KI‑gesteuerte Tötungen im Gaza

Investigative Journalist*innen präsentieren einen Film, in dem israelische Truppen beschreiben, wie KI und Massenüberwachung im Gaza eingesetzt wurden, was zu neuer kritischer Prüfung des Krieges führt.

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In their words: Israeli forces describe AI-backed Gaza killing in new film

Yuval Abraham and Rachel Szor have premiered their three‑year investigation, the documentary “NAZA”, at the Venice Film Festival. The film features 24 current or former members of the Israeli military and intelligence community who speak on camera from Tel Aviv under guaranteed anonymity. Their testimony links Israel’s surveillance of Gaza’s telecoms network with artificial‑intelligence tools used to identify and target individuals.

Wir lassen die Soldaten und Offiziere darüber sprechen, was sie getan haben", sagte Abraham gegenüber Reportern.

Das Projekt ist wichtig, weil es erstmals aufgezeichnete Aussagen aus dem Inneren des israelischen Apparats darüber liefert, wie Technologie in einem aktiven Konflikt eingesetzt wird. Sollten die Behauptungen zutreffen, könnten sie die internationale Debatte über die Rechtmäßigkeit von KI‑gestützter Kriegsführung neu gestalten und Druck auf Regierungen ausüben, die Israel weiterhin finanzieren oder bewaffnen.

Im Dokumentarfilm

„NAZA“, ein Begriff, den der israelische Geheimdienst verwendet, um die erwartete zivile Todeszahl eines Angriffs zu bezeichnen, folgt einem strukturierten Interviewformat. Soldaten beschreiben, wie das gesamte Gaza telecoms grid in Echtzeit überwacht wird, wie Gesichtserkennungs‑Algorithmen Personen markieren und wie diese Listen in Waffensysteme eingespeist werden. Die Filmemacher, produziert von Jim Wilson mit Unterstützung von Jonathan Glazer und The Guardian, sagen, das Ziel sei „so detailliert wie möglich zu erfahren, wie die Tötungssysteme im Gaza aussehen und wie sie funktionieren“.

Die Dokumentation verweist zudem auf die Einschätzung der United Nations, dass der Konflikt etwa 73.500 palästinensische Todesopfer und 174.500 Verletzte verursacht habe, Zahlen, die vom von Hamas geführten Gesundheitsministerium Gazas bereitgestellt wurden. Israel behauptet, es ziele nicht bewusst auf Zivilisten, sondern beschuldige die Hamas, Kämpfer unter der Bevölkerung zu verstecken.

Internationale Reaktion

Sowohl Abraham als auch Szor, die 2025 einen Oscar für „No Other Land“ gewonnen haben, hoffen, dass der Film westliche Nationen dazu veranlasst, ihre Unterstützung für Israel zu überdenken. Sie verweisen auf die Notwendigkeit von Sanktionen und diplomatischem Druck. Susan Sarandon bemerkte kürzlich, dass das öffentliche Bewusstsein für die Realitäten des Krieges sich „völlig verändert“ habe, was einen breiteren kulturellen Wandel widerspiegele.

Das Committee to Protect Journalists stellt fest, dass seit Beginn des Konflikts mehr als 200 palästinensische Journalist*innen getötet wurden und bezeichnet dies als die tödlichste Kampagne gegen Reporter*innen in seiner Geschichte. Die Veröffentlichung des Films fällt mit anderen Gaza‑bezogenen Werken in Venice zusammen, wie „The Voice of Hind Rajab“, und signalisiert ein wachsendes Interesse an kritischer Prüfung.

Analyst*innen suggerieren, dass die Dokumentation die politischen Diskussionen in Europa und den Vereinigten Staaten beeinflussen könnte, insbesondere da Gesetzgeber*innen die Ethik des Exports von KI‑gestützten Überwachungswerkzeugen abwägen. Für weiterführenden Kontext zur breiteren Debatte über KI im Konflikt siehe Rolle der KI in der modernen Kriegsführung.

Mit Blick in die Zukunft könnte der Film zu einem Bezugspunkt in rechtlichen und diplomatischen Foren werden, die beurteilen, ob Israels Handlungen gegen die Genozidkonvention von 1948 verstoßen, ein Vorwurf, den Abraham zufolge durch die vorgelegten Beweise gestützt wird. Ob „NAZA“ zu konkreten politischen Veränderungen führt, bleibt abzuwarten, doch seine Präsenz bei einem großen Festival stellt sicher, dass die Diskussion im öffentlichen Blickfeld bleibt.

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