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Wirtschaftsführer drängen Healey zu Kostensenkungen vor dem Oktober‑Haushalt

Die größten Wirtschaftsorganisationen haben dem Finanzministerium Briefe geschrieben und den Kanzler John Healey aufgefordert, den Kostendruck auf Unternehmen zu verringern, da die Frist vor dem Oktober‑Haushalt näher rückt.

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John Healey speaking at a podium with the UK Royal Coat of Arms, gesturing with his left hand during his speech.

Führende Vertreter der größten britischen Branchenverbände haben an John Healey geschrieben und das Finanzministerium aufgefordert, die Kosten für Unternehmen vor dem Oktober‑Haushalt zu senken. Die Briefe, die am Mittwochabend eingingen, fordern den Kanzler auf, den Druck auf Arbeitgeber zu mildern, fiskalische Regeln zu präzisieren und die jüngsten Steuererhöhungen zu überdenken.

Was die Briefe sagen

Die meisten der sogenannten „B5“, also die fünf größten Wirtschaftsverbände, konzentrieren sich darauf, die Kosten für Unternehmen zu senken, und greifen damit Healeys Versprechen auf, den Firmen „Atemluft“ zu verschaffen. Die British Chambers of Commerce ist die lauteste Stimme, wenn es um die Abschaffung der triple lock pension geht, und warnt, dass ihr prognostizierter Anstieg als Anteil am BIP die öffentlichen Finanzen belasten könnte.

Das Institute of Chartered Accountants in England and Wales fordert klarere Definitionen der Stabilitätsregel, die besagt, dass die täglichen Ausgaben bis 2030 den Steuereinnahmen entsprechen sollen. Eine präzisere Regel, so argumentieren sie, würde Marktschwankungen verringern und Bedenken mindern, dass weitere Kreditaufnahmen die Zinskosten der Verschuldung erhöhen könnten.

Ein Branchenchef sagte gegenüber City AM, dass die Kürzung von Sozialleistungen der schnellste Weg sei, die Kosten für Unternehmen zu senken und die Wachstumsaussichten zu verbessern. Ein anderer Forscher warnte, dass Healey zumindest einen „Fahrplan“ für die Rücknahme der von seinem Vorgänger vorgenommenen Steuererhöhungen vorlegen sollte.

Healey sollte zumindest einen „Fahrplan“ für die Rücknahme der von seinem Vorgänger vorgenommenen Steuererhöhungen vorlegen.

Warum es für die Wirtschaft wichtig ist

Wirtschaftsverbände argumentieren, dass hohe Steuern auf Investitionen und Kapital sowie die jüngste Erhöhung der nationalen Versicherungsbeiträge, die von Rachel Reeves angekündigt wurde, die Einstellung von Arbeitskräften bremsen und Expansionen entmutigen. Das Institute of Directors warnte, dass jede Änderung der Investitionssteuern langfristige Einnahmeauswirkungen berücksichtigen muss, insbesondere da das Finanzministerium nach Möglichkeiten sucht, Mittel zu beschaffen, ohne das Wachstum zu schädigen.

Branchenverbände wie Make UK und die Confederation of British Industry haben ebenfalls niedrigere Stromkosten für Produzenten gefordert, während Offshore Energies UK warnte, dass eine Steuerumstellung auf Öl‑ und Gaserlöse ab 2027 bis zu £32 billion neue Kapitalinvestitionen im nächsten Jahrzehnt freisetzen könnte.

Was als Nächstes kommt

Healey steht nun vor einer Gratwanderung: Er muss Kostensenkungsmaßnahmen gegen eine geplante Erhöhung der Verteidigungsausgaben um £9 billion und die Notwendigkeit, den Haushalten sofortige Entlastung in einem harten Winter mit höherer Inflation zu bieten, abwägen. Das Finanzministerium muss zudem die laufende Überprüfung der „NEETs“-Krise, geleitet von Alan Milburn, berücksichtigen, die die Politik zur Jugendarbeit beeinflussen könnte.

Ökonomen wie Thomas Pugh von RSM stellen fest, dass der im Laufe dieses Jahres angekündigte fiskalische Spielraum von £23.6 billion durch die jüngsten Energiepreisschocks möglicherweise halbiert wurde, was neue Steuersenkungen schwerer zu rechtfertigen macht.

Wirtschaftsführer werden aufmerksam verfolgen, wie der Kanzler seinen Haushalt finalisiert, und sie werden voraussichtlich einen klaren Fahrplan für Steuererleichterungen, niedrigere Energiekosten und einen transparenteren fiskalischen Rahmen fordern.

Für weiterführenden Kontext, wie fiskalische Politik die Jugendarbeit beeinflussen kann, siehe Southgates Warnung zu Fernarbeit und Steuern. Das bevorstehende Treffen zwischen Jamie Dimon und dem neuen Kanzler könnte ebenfalls Aufschluss über das breitere Geschäftsklima vor dem Haushalt geben.

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