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Präsident Volodymyr Zelensky entließ Iryna Mudra am Mittwoch, nachdem bekannt wurde, dass ein kriminelles Netzwerk rund 150 Millionen Hrywnja in einem Energie‑Korruptions‑Szenario gewaschen hatte.

Am Mittwoch erließ der Präsident ein Dekret, das Iryna Mudra ihrer Position als stellvertretende Leiterin des Präsidialamtes enthob. Die Entscheidung folgt den Erkenntnissen der ukrainischen Antikorruptionsbehörden, wonach eine Gruppe etwa 150 Millionen Hrywnja (ungefähr $3.35 Millionen) im Zusammenhang mit einer Energie‑Korruptions‑Aktion transferiert hatte.
Das National Anti‑Corruption Bureau of Ukraine (NABU) und das Specialized Anti‑Corruption Prosecutor’s Office (SAPO) erklärten, dass das Netzwerk aus amtierenden und ehemaligen Abgeordneten, leitenden Angestellten einer staatlichen Bank und, entscheidend, einer stellvertretenden Leiterin des Präsidentenamtes bestand. Das ukrainische Recht verbietet die Nennung von Personen, sodass keine weiteren Identitäten veröffentlicht wurden.
Die Entlassung unterstreicht Präsident Zelenskys Bereitschaft, gegen mutmaßliche Korruption in den höchsten Machtebenen vorzugehen. Während der Schritt seine innenpolitische Position stärken könnte, birgt er zugleich das Risiko, Spannungen in seinem inneren Kreis zu vertiefen.
Sie erfolgt im Zuge einer Reihe hochkarätiger Antikorruptionsmaßnahmen, die die Kriegszeitverwaltung seit Beginn des Konflikts im Jahr 2022 prägen. Früher in diesem Monat wurde der ehemalige Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov ebenfalls entlassen, nachdem ein Streit über Beschaffungsreformen ausgebrochen war. Er sagte der Ukrainska Pravda: „Der Grund hängt mit der Beschaffung, den Ausschreibungen zusammen, mit der Tatsache, dass wir begannen, die Prozesse in diesem Bereich zu überarbeiten.“
Das Dekret wird voraussichtlich eine intensivere Prüfung der finanziellen Aktivitäten des Präsidentenamtes nach sich ziehen. Sollten die Staatsanwälte ausreichende Beweise sammeln, könnten Anklagen gegen Mudra und etwaige Komplizen erhoben werden, was zu Verhaftungen oder der Einziehung von Vermögenswerten führen könnte.
Politisch könnte die Maßnahme Zelenskys Image als intolerant gegenüber Korruption stärken, ein Narrativ, das sowohl bei heimischen Publikum als auch bei westlichen Verbündeten, die militärische Hilfe leisten, Anklang finden könnte. Umgekehrt könnte sie interne Spaltungen vertiefen, wenn sich andere Beamte durch das Vorgehen bedroht fühlen.
Analyst*innen erwarten eine Phase verstärkter Aufsicht über hochrangige Beamte, mit der Möglichkeit weiterer personeller Veränderungen, da die Antikorruptionsagenda an Schwung gewinnt.
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