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Der deutsche Star feiert in Paris einen Triumph, der ein Jahr voller Höhen und Tiefen abschließt und sein Vermächtnis im Herrentennis neu gestaltet.

Alexander Zverev hob die Trophäe beim French Open am Sonntag, indem er den aufstrebenden Amerikaner Ben Shelton in geraden Sätzen besiegte und damit seinen ersten Grand Slam‑Titel gewann. Der Sieg kam in seinem dritten aufeinanderfolgenden Major‑Finale nach einem Zweitplatzergebnis bei Wimbledon und einer Niederlage beim US Open im Vorjahr.
Der Sieg verschafft dem 29‑jährigen nicht nur seinen ersten Major, sondern katapultiert ihn auch auf Platz zwei der Weltrangliste der ATP Tour, wodurch das Rennen um die Spitze des Herrentennis verschärft wird. Für einen Spieler, der unter intensiver Beobachtung stand, von einer karrierebedrohenden Sprunggelenksverletzung im Jahr 2022 bis hin zu anhaltenden Rechtsstreitigkeiten, signalisiert der Triumph eine entscheidende Wende in seiner Geschichte.
Geboren in Germany von Eltern, die Elite‑Spieler der Sowjet‑Ära waren, wuchs Zverev mit der Idolisierung von Roger Federer auf und wurde früh für den Sternstatus auserkoren. Er erreichte erstmals ein Grand Slam‑Finale beim 2020 US Open, wo er nach dem Verschwenden einer zweisätzigen Führung gegen Dominic Thiem verlor. Ein schwerer Bänderriss im Sprunggelenk, erlitten gegen Rafael Nadal bei Roland Garros im Jahr 2022, zwang zu einer langen Auszeit und einer Operation.
Für mich ist meine Familie alles, und ich verdanke ihnen viel dafür, dass sie mir geholfen haben, der Tennisspieler zu werden, der ich heute bin.
Rechtsstreitigkeiten haben seine Karriere ebenfalls überschattet. Vorwürfe häuslicher Gewalt von zwei ehemaligen Partnerinnen führten 2023 zu einer Geldstrafe eines deutschen Gerichts; der Fall wurde im Juni 2024, kurz vor seinem French Open‑Halbfinale, beigelegt. Trotz der Turbulenzen hat Zverev eine Goldmedaille von den Olympischen Spielen 2021 in Tokio hinzugewonnen, wo er Novak Djokovic überraschte und im Finale Karen Khachanov besiegte.
Mit Blick nach vorn wird Zverev darauf abzielen, beim kommenden Australian Open einen weiteren Major zu gewinnen, wo er auf ein Feld trifft, das Jannik Sinner und den aufstrebenden spanischen Star Carlos Alcaraz umfasst. Ein zweiter Grand Slam würde seinen Platz unter den Elite‑Spielern dieser Ära festigen und könnte ihn später in dieser Saison um die Welt‑Nr. 1 herausfordern lassen.