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Allica Bank strebt schwedische Lizenz an, während britische Fintechs nach Europa expandieren

Die in London ansässige Allica Bank hat einen Antrag auf eine Lizenz in Schweden gestellt, was den neuesten Schritt britischer Fintechs markiert, die sich auf dem Kontinent ausbreiten wollen.

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Allica Bank hat einen Antrag bei der schwedischen Finanzaufsichtsbehörde (Finansinspektionen) eingereicht, um eine vollständige Banklizenz zu erhalten, den ersten Schritt außerhalb des Vereinigten Königreichs. Der Schritt folgt einer Finanzierungsrunde in Höhe von $155 million, die die Bewertung des Kreditgebers auf knapp $1.2 billion anhob und den Einhorn‑Status sicherte.

In den letzten zwölf Monaten hat das Unternehmen etwa £1.3 billion an neuen Krediten hinzugefügt und damit sein Gesamtportfolio auf etwas über £3 billion erhöht, ein Anstieg von 23 Prozent. Der Vorsteuergewinn stieg auf £36.9 million von £29.9 million im Vorjahr, was das rasche Wachstum unterstreicht, das ihm den Titel des am schnellsten wachsenden privaten Unternehmens im Vereinigten Königreich in den Times Hundred und des am schnellsten wachsenden Start‑up in Europa laut Sifted einbrachte.

„Wir würden diesen Schritt nach Europa nicht ohne das bewährte Modell gehen, das wir im Vereinigten Königreich aufgebaut haben“, sagte Richard Davies, Chief Executive von Allica Bank.

Warum jetzt Europa?

Die Entscheidung von Allica spiegelt einen Trend unter britischen Fintechs wider, die sich neu auf Nachbarmärkte ausrichten. Die Consumer‑Payments‑Plattform Zilch hat Anfang dieses Jahres Fjord Bank übernommen und damit eine europäische Lizenz erhalten, die ihr Gründer Philip Belamant zufolge das Unternehmen „sehr schnell“ über den Kontinent bewegen lässt. Ebenso hat die Neobank Monzo unter der Leitung der Chief Executive Diana Layfield ihre US‑Expansion gestoppt und Büros in Barcelona und Madrid eingerichtet, wobei Spanien als Sprungbrett dient.

Was kommt als Nächstes für Allica?

Wenn die schwedische Aufsichtsbehörde die Lizenz erteilt, wird Allica voraussichtlich seine auf KMU ausgerichteten Kreditprodukte schwedischen Kleinunternehmern anbieten und damit das Modell reproduzieren, das vor fünf bis zehn Jahren ein „karges Ödland“ für KMU in einen Wachstumsmotor verwandelte. Ein Erfolg könnte andere in Großbritannien ansässige Fintechs ermutigen, Lizenzen in der EU zu beantragen, und die Widerstandsfähigkeit des Sektors nach dem Brexit stärken.

Stadtministerin Lucy Rigby begrüßte den Schritt und stellte fest, dass das Vereinigte Königreich weiterhin ein Fintech‑Kraftzentrum ist, und versprach Unterstützung, um das Land als attraktiven Standort für innovative Finanzdienstleistungsunternehmen zu erhalten.

Für KMU, die nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten suchen, könnte Allicas europäischer Einstieg das Angebot an digitalen Kreditgebern erweitern, während Investoren die Lizenzentscheidung als Indikator für die kontinentweite Fintech‑Expansion beobachten werden.

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