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Avivas Aktienkurs steigt um 280 % während CEO Amanda Blanc den Versicherer neu gestaltet

Seit sie 2020 das Ruder übernommen hat, hat Blanc nicht‑Kern‑Geschäfte in Europa verkauft, in Wachstums‑Assets investiert und einen Deal über £3.7bn mit Direct Line abgeschlossen, wodurch das operative Ergebnis und die Rendite für Aktionäre gesteigert wurden.

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Aviva's deal to buy Direct Line was agreed in March

Avivas Eigenkapital ist seit dem Amtsantritt von Amanda Blanc als Chief Executive um mehr als 280 Prozent gestiegen, ein Aufschwung, der durch eine Reihe von Veräußerungen und hochkarätigen Käufen angetrieben wurde.

Wende im Jahr 2020

Als Blanc 2020 ankam, kämpfte die Gruppe noch mit einer Reihe erfolgloser Führungswechsel und einem Aktienkurs, der im Vorjahr um 34.9 Prozent gefallen war. Ihre erste Priorität war, das Geschäft zu vereinfachen.

Veräußerung unrentabler Märkte

Blanc ordnete den Verkauf mehrerer verlustbringender europäischer Geschäftsbereiche an, insbesondere in Frankreich, Italien und Polen. Die Veräußerungen brachten etwa £8bn ein, die in Avivas stärkere Regionen reinvestiert und an die Aktionäre zurückgeführt wurden.

Fokus auf Kernregionen

Mit einem schlankeren geografischen Fußabdruck konzentrierte sich der Versicherer auf das Vereinigte Königreich, Irland und Kanada, wo er bereits führende Positionen sowohl im Lebens- als auch im Schaden‑Versicherungssegment innehatte.

Strategische Akquisitionen

Im Jahr 2022 erwarb die Gruppe Succession Wealth für £385m und stärkte damit ihre Pensions‑Wealth‑Plattform. Zwei Jahre später fügte sie das Underwriting‑Haus Probitas für £242m hinzu, wodurch der Zugang zum Lloyd’s‑Markt nach einer zwanzigjährigen Abwesenheit wiederhergestellt wurde.

"Amanda Blanc hat bei Aviva ihr Können unter Beweis gestellt. Ihre strategischen Entscheidungen haben dazu beigetragen, das Wachstum des Unternehmens wiederzubeleben und den Fokus zu schärfen", sagte Dan Coatsworth, Leiter der Märkte bei AJ Bell.

Kauf von Direct Line

Der bedeutendste Schritt erfolgte im Dezember 2024, als Aviva zustimmte, Direct Line für £3.7bn zu übernehmen. Die Transaktion verschaffte Aviva sofort etwa ein Fünftel des britischen Kfz‑Versicherungsmarktes sowie ein digitales Vertriebsnetz, das genutzt werden kann, um das Kfz‑Angebot zu modernisieren und Lebens‑ und Sparprodukte zu cross‑sell‑en.

Finanzielle Auswirkungen

Die Investoren haben positiv reagiert. Der operative Gewinn stieg auf £1.3bn, gegenüber £1bn im Vorjahr, während die Prämien im Schaden‑Versicherungssegment und die Erträge aus dem Wealth‑Management jeweils um etwa 30 Prozent wuchsen. Aviva betreut nun 22 Millionen Kunden im Vereinigten Königreich, die zweitgrößte Basis nach Lloyds, und seine Gesamtrendite für Aktionäre übertrifft den FTSE 100 deutlich.

Verbleibende Herausforderungen

Vier der sechzehn Investmentfonds von Aviva wurden im Februar wegen Unterperformance markiert, und das Aufkommen autonomer Fahrzeuge stellt eine langfristige Bedrohung für die private Kfz‑Absicherung dar. Sollten fahrerlose Autos einen größeren Marktanteil erobern, könnte die Haftung von Einzelpersonen auf Hersteller übergehen, wodurch das Risikoprofil für Kfz‑Versicherer verändert würde.

Ausblick

Analysten sind der Ansicht, dass die Restrukturierungsphase weitgehend abgeschlossen ist. Die nächste Aufgabe wird darin bestehen, Wert aus den neu erworbenen Vermögenswerten zu schöpfen, während regulatorische Prüfungen und technologische Umwälzungen gemanagt werden. Der Vorstand erwartet, dass jeder zukünftige Chief Executive eine Plattform übernimmt, die für weiteres Wachstum bereit ist, anstatt ein Unternehmen, das noch im Aufräummodus ist. Kurzfristig wird sich Avivas Agenda darauf konzentrieren, Direct Line zu integrieren, digitale Vertriebstools auszubauen und den erneuten Zugang zu Lloyd’s über Probitas zu nutzen, um Spezialprodukte zu lancieren.

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