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Bailey warnt, Populismus könnte Unabhängigkeit der Zentralbank untergraben

In einer Rede in London warnte Andrew Bailey, dass populistische Politik das Risiko birgt, die Autonomie der geldpolitischen Behörden weltweit zu untergraben.

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Andrew Bailey, Bank of England governor, discusses economic policy during a press conference at the central bank headquart...

Andrew Bailey sagte zu einer Versammlung in London, dass der Aufschwung populistischer Politik eine direkte Bedrohung für die Unabhängigkeit der Zentralbanken darstelle und warnte, dass solche Einmischung die langfristige Gesundheit der Weltwirtschaft schädigen könne.

Bailey argumentierte, dass Parteien sowohl von links als auch von rechts die Zentralbanken zunehmend als elitäre Hindernisse zum „authentischen Willen des Volkes“ darstellen. Er sagte, jede Institution, die als zwischen Bürgern und ihren gewählten Vertretern stehend wahrgenommen wird, werde zum Ziel politischer Angriffe und untergrabe das öffentliche Vertrauen.

Populistischer Druck auf die Geldpolitik

Baileys Bemerkungen spiegeln jüngste Auseinandersetzungen an anderen Orten wider. In den Vereinigten Staaten hat der frühere Präsident Donald Trump den ehemaligen Vorsitzenden der Federal Reserve, Jay Powell, wiederholt kritisiert, was sogar eine Untersuchung des Justizministeriums auslöste, die später eingestellt wurde. Alle noch lebenden ehemaligen Fed‑Vorsitzenden verurteilten den Schritt als Versuch, die Autorität der Zentralbank zu untergraben.

„Jede Institution, die als im Weg stehend wahrgenommen wird, wird zu einer unrepräsentativen Elite, die zwischen dem Volk und seinem Willen steht und damit ein Hindernis für die Volkssouveränität darstellt“, sagte Bailey.

In der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan mehrere Zentralbankgouverneure entlassen, die seinem Vorstoß für niedrigere Zinsen widerstanden haben. Ähnliche Signale kamen aus Hungary und India, wo die Regierungen nach größerer Kontrolle über die Geldpolitik streben.

Was könnte als Nächstes geschehen

Bailey warnte, dass kurzfristige politische Einmischung häufig nach hinten losgeht, was zu volatilen Währungswerten und höherer Inflation führt, die sowohl Haushalte als auch Unternehmen schädigen. Er betonte, dass das Vertrauen in Geld von einem breiten Gesellschaftsvertrag abhänge und nicht von den Launen einer einzelnen politischen Fraktion.

Setzt sich der Trend fort, könnten politische Entscheidungsträger einer stärkeren Kontrolle durch gewählte Vertreter ausgesetzt sein, was möglicherweise gesetzgeberische Änderungen nach sich zieht, die die Autonomie der Zentralbank einschränken. Die Märkte könnten mit höheren Risikoprämien reagieren, und die Kreditkosten für Verbraucher und Unternehmen könnten steigen.

Für einen tieferen Einblick, wie Zentralbanken geopolitische Risiken managen, lesen Sie unseren aktuellen Beitrag über die Warnung des BoE‑Chefs zu Zinsentscheidungen im Kontext des Iran‑Konflikts hier.

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