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https://morningwire.eu/fr/la-chine-elargit-les-controles-aux-frontieres-autorisant-des/
State Council‑Regeln, die am 31 Juli veröffentlicht wurden, geben den Beamten die Befugnis, zusätzliche Reiseunterlagen zu verlangen und Bürger für bis zu drei Jahre vom Verlassen des Landes abzuhalten, wenn falsche Angaben gemacht wurden oder Sicherheitsbedenken bestehen.

Am 31 Juli hat das State Council of China einen neuen Satz von Grenzkontrollvorschriften verabschiedet, die die Befugnisse der Regierung zur Beschränkung von Auslandsreisen deutlich erweitern. Die Maßnahmen ermächtigen Grenzbeamte, zusätzliche Informationen zum Zweck einer Reise anzufordern und die Ein- oder Ausreise zu verweigern, wenn die Erklärung als unzureichend beurteilt wird.
Die Regeln kodifizieren Praktiken, die bisher nur fallweise angewendet wurden, verringern den Bedarf an Genehmigungen höherer Ebenen und entlasten die Beamten administrativ.
Der Rechtswissenschaftler Henry Gao, Professor an der Singapore Management University, warnte, dass „diese Vorschriften einen weiteren bedeutenden Schritt darstellen, das Recht, China zu verlassen, in ein vom Staat nach eigenem Ermessen gewährtes Privileg zu verwandeln.“
Der Analyst Christopher Nye vom US State Department und der Forscher Charles Sun von der Jamestown Foundation stellen fest, dass die Vorschriften eine schriftliche Grundlage für bereits von Beamten ergriffene Maßnahmen bieten, wodurch es einfacher wird, Reiseverbote ohne separate Genehmigung zu verhängen.
Für Personen, die einem Ausreiseverbot unterliegen, ist das Beschwerdeverfahren eng gefasst. Die Behörden können die Benachrichtigung aus Gründen der nationalen Sicherheit zurückhalten, sodass viele Betroffene die Beschränkung erst am Flughafen erfahren.
Die Menschenrechtsüberwachungsgruppe Safeguard Defenders erklärt, dass Peking zunehmend Ausreiseverbote einsetzt, um Aktivisten, Journalisten und deren Familien zu unter Druck zu setzen. Die neuen Regeln weiten diesen Druck auf ausländische Staatsangehörige und auf ehemalige chinesische Bürger aus, die eine andere Staatsbürgerschaft erworben haben, obwohl China die doppelte Staatsbürgerschaft nicht anerkennt.
Analysten warnen, dass die Vorschriften dazu genutzt werden könnten, inländische Standards auf chinesische Bürger zu projizieren, die im Ausland rechtmäßige Interessenvertretung betreiben, und damit die Reichweite Pekings über die Grenzen hinaus zu erweitern. Die Aussicht auf langfristige Reiseverbote könnte zudem Geschäftsreisen, Studienprogramme und akademische Austauschprogramme abschrecken und für multinationale Unternehmen sowie Universitäten Unsicherheit schaffen.
Die Umsetzung wird voraussichtlich sofort an großen Flughäfen und Landgrenzkontrollen beginnen, wobei Beamte die ersten Fälle beobachten, um die Grenzen des Gesetzes zu bestimmen. Familien von Personen, denen die Ausreise verweigert wird, können nach Möglichkeit diplomatische Unterstützung suchen.