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Finanzminister Christian Klingbeil kündigte einen €10 bn Steuerentlastungsplan an, doch der Steuerzahlerbund kritisierte die Reform, weil sie die kalte Progression nicht ausgleicht, und warnte, dass das Finanzamt zum Inflationsgewinner wird.

Deutschlands Finanzminister Christian Klingbeil verspricht €10 Mrd. Steuerentlastung im Rahmen des neuesten fiskalischen Pakets der Regierung.
Klingbeil sagte gegenüber Reportern, dass die Entlastung durch eine Kombination aus niedrigeren Einkommensteuersätzen und erweiterten Freibeträgen umgesetzt wird, um die von steigenden Preisen belasteten Haushaltsbudgets zu entlasten. Die Ankündigung wurde im Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Wirtschaft Live‑Ticker am 21. August 2026 festgehalten.
Der Steuerzahlerbund kritisierte die Reform und erklärte, sie kompensiere nicht einmal die „kalte Progression“ – den Stufeneffekt, der das reale Nettoeinkommen schmälert, wenn die Inflation Steuerpflichtige in höhere Steuerklassen treibt. In einer von FAZ zitierten Stellungnahme warnte der Verband: „Der Fiskus wird zum Inflationsgewinner.“
Die €10 bn‑Zahl ist im Vergleich zu früheren fiskalischen Entlastungsmaßnahmen bescheiden und spiegelt das Bestreben der Regierung wider, das Defizit innerhalb der EU‑Grenze von 3 % zu halten und gleichzeitig die Belastungen durch die steigenden Lebenshaltungskosten anzugehen. Die Kritik des Steuerzahlerbundes könnte die Koalition dazu zwingen, den Vorschlag vor der nächsten Woche im Bundestag zu diskutieren, noch zu verfeinern.
Der Vorschlag wird nun vom Finanzausschuss geprüft, wobei die Mitglieder voraussichtlich hinterfragen werden, ob die Entlastung die Auswirkungen der kalten Progression hinreichend ausgleicht.