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Fed‑Hawk‑Äußerungen aus Jackson Hole heben globale Aktien trotz Inflationssorgen

Eine hawkische Rede des ehemaligen Fed‑Governors Kevin Warsh ließ die US‑Treasury‑Renditen steigen, stärkte den Dollar und löste Kursgewinne an den wichtigsten Aktienmärkten aus.

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Stocks rise ahead of Fed chair's policy speech

Kevin Warsh hielt eine stark beobachtete Rede beim Jackson Hole-Symposium und warnte, dass die Inflation „klar und mit ausreichender Geschwindigkeit“ voranschreiten müsse, sonst „haben wir Arbeit zu erledigen“. Seine Äußerungen, hawkischer als seine Pressekonferenz im Juli, trieben die kurzfristigen US‑Treasury‑Renditen nach oben und ließen den Dollar steigen, da Investoren eine mögliche Zinserhöhung einpreisten.

Wir müssen zuversichtlich sein, dass die zugrundeliegende Inflation zu unserem Ziel klar und mit ausreichender Geschwindigkeit voranschreitet. Andernfalls haben wir Arbeit zu erledigen.

Die Marktreaktion war rasch. Die US‑Aktienindizes stiegen moderat, der Dow legte um 0.3 Prozent auf 53,714.88 zu, der S&P 500 gewann 0.3 Prozent auf 7,756.36 und der Nasdaq kletterte um 0.4 Prozent auf 26,634.26. Europäische Benchmarks folgten, wobei der FTSE 100 um 0.3 Prozent zulegte, der CAC 40 um 1.0 Prozent gewann und der DAX um 0.8 Prozent stieg. In Asien verzeichneten der Nikkei 225 und der Hang Seng Index leichte Zuwächse, während der Shanghai Composite marginal nachgab.

Warum die Rede wichtig ist

Die US‑Inflation liegt bei 3.7 Prozent, fast dem Doppelten des Fed‑Ziels von 2 Prozent, und die Energiepreise bleiben volatil im Zuge des anhaltenden Konflikts zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Höhere Treasury‑Renditen ziehen typischerweise Investoren an, die nach besseren Renditen suchen, was wiederum den Dollar stärkt und die Finanzierungskosten für Unternehmen und Haushalte erhöht.

Marktausblick

Ökonom Stephen Brown von Capital Economics sagte, Warshs Kommentare deuten darauf hin, dass er „an Bord ist“ mit Zinserhöhungen, wenn das Wachstum stark bleibt. Während eine Erhöhung nicht garantiert ist, ist die Erwartung einer möglichen Anhebung bis Dezember bereits in die Aktienbewertungen eingepreist. Investoren werden die kommenden Fed‑Sitzungen genau beobachten, und jede weitere Anhebung könnte den Dollar weiter stärken, die Währungen der Schwellenländer unter Druck setzen und die Ölpreise im Fokus halten.

Unterdessen kündigte das US Treasury ein Vorgehen gegen eine große ägyptische Bank an, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig ist und wegen ihrer Geschäfte mit Iran sanktioniert wird, was die geopolitischen Risiken unterstreicht, die die Ölströme durch die Straße von Hormus beeinträchtigen könnten.

Für einen umfassenderen Überblick darüber, wie die europäischen Märkte auf fiskalische und Unternehmensnachrichten reagieren, siehe Halfords erhöht Gewinnziel nach Hitzewelle, die Sommerverkäufe ankurbelt. Das Zusammenspiel von Geldpolitik und Unternehmensgewinnen wird voraussichtlich die Marktrichtung in den kommenden Wochen bestimmen.

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