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Himalaya-Flut tötet Hunderte und lässt Tausende vermisst

Ein plötzlicher Gletscherausbruch im Himalaya hat eine tödliche Flut in Nepal und Tibet ausgelöst, die eine massive Rettungsaktion und Wiederaufbaukosten in Milliardenhöhe nach sich zog.

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Nepal-China floods disaster: Latest developments

Ein plötzlicher Einsturz eines Gletschersees am Mittwoch setzte eine Stromschnelle aus Eis und Wasser die Himalaya hinab und überschwemmte Täler in Nepal und der chinesischen autonomen Region Tibet. Die Katastrophe, von Beamten als tsunamialle Welle beschrieben, hat bislang mindestens 675 Menschenleben gefordert und fast 3 000 Personen vermisst.

Opfer und Vermisste

Beide Regierungen haben düstere Zahlen veröffentlicht: Nepal meldet 2 426 vermisste Personen, darunter Hunderte ausländische Arbeiter, während die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua erklärte, dass 554 Personen in Tibet weiterhin vermisst werden, bei sieben bestätigten Todesfällen. Das Ausmaß der Tragödie wird durch das abgelegene, bergige Terrain verstärkt, das Rettungsteams behindert.

Rettungsaktionen

Rettungsteams kämpfen unter extremen Bedingungen, um Überlebende zu erreichen. Die nepalesische Armee bohrt in mehr als ein Dutzend Wasserkrafttunnel, in denen über 100 Arbeiter vermutet werden, festzustecken, und indische Fachleute aus Uttarakhand haben ein 11‑köpfiges Team mit Erfahrung in ähnlichen Einsätzen entsandt. China hat ebenfalls eine neunköpfige Tunnel‑Einheit zur Unterstützung geschickt.

"Wir werden Forschung zu Verlusten und Schäden durchführen und dann planen, aber ich wende mich an die internationale Gemeinschaft um Unterstützung," sagte Shisir Khanal, Außenminister Nepals.

Wiederaufbau und Hilfe

Die wirtschaftlichen Folgen könnten sich laut Warnung von Shisir Khanal auf Milliarden Dollar belaufen. Der Wiederaufbau beschädigter Infrastruktur, insbesondere der Wasserkraftprojekte, die einen Großteil der Region versorgen, wird umfangreiche internationale Finanzierung erfordern.

Hilfsorganisationen schätzen, dass bis zu 93 000 Einwohner Unterstützung benötigen könnten, so die Red Cross. Kanada hat CAN$5 Millionen zugesagt, die Europäische Union €2 Millionen, und Xi Jinping bot zusätzliche Unterstützung aus Peking an.

Familien versammeln sich in einem provisorischen Zentrum in der Stadt Bidur und durchsuchen Listen geretteter Namen nach Angehörigen. Die humanitäre Reaktion wird voraussichtlich wochenlang anhalten, während die Behörden nach den Vermissten suchen und den langen Wiederaufbauprozess beginnen.

Mit dem nahenden Winter steht die Region vor einer unsicheren Erholung. Internationale Geldgeber, Ingenieure und Klimaexperten werden genau beobachten, wie Nepal und Tibet den Wiederaufbau bewältigen und welche Maßnahmen ergriffen werden, um zukünftige Gletscherseeausbrüche zu mindern.

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