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Die Einnahme von Mayyun Island gibt den jemenitischen Rebellen die volle Kontrolle über die Bab al-Mandab, einen wichtigen Engpass im Red Sea.

Die Houthis kündigten am Freitag an, dass sie die Kontrolle über Mayyun Island, auch bekannt als Perim, am südlichen Eingang zum Red Sea übernommen haben. Der Schritt vollendet ihre Einnahme der gesamten jemenitischen Küste entlang der Bab al-Mandab-Meerengen, einschließlich der Greater und Lesser Hanish islands.
Es ist eine radikale negative Veränderung für die US und für den Westen.
Die Einnahme wurde von einem hochrangigen Beamten der international anerkannten Regierung Yemen bestätigt, der sagte, dass das gesamte Territorium an der Westküste nun unter der Kontrolle der Rebellen liege. Die Lage der Insel teilt die Meerenge in zwei Schifffahrtswege, wodurch sie zu einem strategischen Punkt für Schiffe wird, die zum und vom Golf fahren.
Durch die Kontrolle von Mayyun und der nahegelegenen Hafenstadt Dhubab können die Rebellen den Verkehr nach Saudi Arabia überwachen und möglicherweise blockieren. Die saudi-arabische Regierung hat bereits ein Verbot für ihre Schiffe angekündigt, und der Militärsprecher der Houthis Yahya Saree erklärte, dass die Blockade so lange fortbestehe, bis, wie er sagte, „die Aggression endet“.
Analysten weisen darauf hin, dass die Meerenge ein enger Engpass sei; selbst ein kurzer Verschluss könnte die Durchlaufzeit für Rohöl nach Europa und Asien um mehrere Tage verkürzen. Ölbenchmarks haben bereits leichte Anstiege gezeigt, da Händler das neue Risiko einpreisen.
Westliche Regierungen werden voraussichtlich die Marinepatrouillen verstärken, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Die United States, die seit langem in der Region präsent ist, könnte diplomatische oder militärische Optionen prüfen, um eine weitere Eskalation abzuschrecken.
Iran, der Gönner der Houthis, lobte den Vorstoß als „überwältigenden Sieg“, so ein Berater des Obersten Führers. Die Unterstützung aus Tehran könnte die Proxy‑Dimension des Konflikts vertiefen und De‑eskalationsgespräche erschweren.
Kurzfristig wird erwartet, dass Schifffahrtsunternehmen ihre Routenpläne und Versicherungsprämien überprüfen. Langfristige Ergebnisse hängen davon ab, ob die Rebellen ihr neues Druckmittel nutzen, um Zugeständnisse zu erzwingen, oder ob externe Mächte eingreifen, um die Wasserstraße wieder zu öffnen.