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Ein Brand auf der interinsularen Fähre M/V June Aster hat mindestens 76 Tote gefordert, wobei die Leichen nun nach Coron zurückgebracht werden, um identifiziert zu werden.

Ein Feuer, das am Mittwoch im Laderaum der interinsularen Fähre M/V June Aster ausbrach, hat mindestens 76 Menschenleben gefordert. Das Schiff, das etwa 7.5 kilometres vor der Küste von Coron in Palawan auf Grund lief, wurde am Samstag an Land gebracht, während forensische Teams die mühsame Aufgabe der Identifizierung beginnen.
Die Sprecherin der Küstenwache Commodore Noemie Cayabyab bestätigte, dass die ersten 30 Särge am Samstag früher per See eingetroffen seien. Die Leichen werden zu einem örtlichen Hafen gebracht, bevor sie zu einem provisorischen Friedhof verlegt werden, wo flache Gräber für die DNA‑Analyse ausgehoben wurden.
Die Tourismusbeamtin Kristine Ablana erklärte, dass Verwandten erlaubt wird, persönliche Gegenstände zu sehen und dass sie, sobald sie das Eigentum bestätigen können, gebeten werden, DNA‑Proben zur Unterstützung des Verfahrens abzugeben.
„Alles geschah in Sekunden“, sagte sie und beschrieb die Schilderungen von Überlebenden über die Explosion und die rasche Ausbreitung des Feuers.
Dreißig Passagiere, darunter zwei chilenische Staatsangehörige, und 13 Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Etwa ein Dutzend Personen werden noch vermisst, und die Behörden haben nicht bekannt gegeben, wie viele Leichen noch an Bord des Schiffes sein könnten.
Einheimische versammelten sich am Pier, um zu trauern. Eine Mutter, Josenit Mayo, 40, berichtete die letzten Worte ihrer Tochter vor dem Einsteigen: „Mama, ich will nach Hause, ich vermisse meine Geschwister.“ Eine weitere Verwandte, Myra Cabilan, reiste aus Manila, um ihren vermissten Bruder, den 40‑jährigen Rammel Gonzaga, zu finden, der auf einer Geschäftsreise verschwand.
Tausende wandten sich an die sozialen Medien und posteten auf der Facebook‑Seite des Bürgermeisters in der Hoffnung, geliebte Menschen, sogar Haustiere, zu finden.
Die Tragödie fügt sich in die düstere Bilanz von Fährunglücken auf den Philippinen ein, einem Land mit über 7,000 Inseln, in dem günstige, oft schlecht regulierte Schiffe für viele eine Lebensader sind. Im Januar sank eine dreideckige Fähre im Süden und forderte mindestens 52 Menschenleben.
Der Eigentümer des Schiffes, Atienza Interisland Ferries Inc, hat eine uneingeschränkte Zusammenarbeit mit den Ermittlern zugesagt. Der Vorfall wird voraussichtlich die Forderungen nach strengeren Sicherheitsstandards und besserer Durchsetzung im maritimen Netzwerk des Archipels neu entfachen.
Die Behörden werden die auf Grund gelaufene Rumpf weiterhin nach weiteren Opfern durchsuchen, während die DNA‑Analyse fortschreitet. Die Ergebnisse werden die offiziellen Todeszahlen bestimmen und könnten zukünftige regulatorische Reformen beeinflussen. Familien können mit einer langen Wartezeit rechnen, während die Identifizierungsbemühungen voranschreiten.