European business, markets and politics
Der ehemalige England‑Trainer sagt, Fernarbeit und steigende Kosten hemmen die Schaffung von Arbeitsplätzen für junge Menschen.

Sir Gareth Southgate begleitete den ehemaligen „NEETs“-Zar Alan Milburn bei einem Besuch in den Niederlanden, um Bedenken zu äußern, dass das Arbeiten von zu Hause und hohe Arbeitgebersteuern die Jugendarbeitslosigkeit vertiefen. Southgate, inzwischen ein lautstarker Befürworter von Männer‑Themen, erklärte Reportern, dass das Fehlen täglicher Mentorschaft in Fernarbeits‑Umgebungen dem "brillanten" Coaching entspricht, das er im Fußball erhalten habe.
„Eine der brillanten Seiten des Fußballs war, dass ich mein ganzes Leben lang täglich einen Trainer hatte, plus ein Unterstützungsnetzwerk aus Physiotherapeuten und Ausrüstungsleuten. Deshalb hasse ich das Arbeiten von zu Hause.“
Er argumentierte, dass Unternehmen dieselbe Art von Unterstützungssystem, Mentoren, praktische Anleitung und eine physische Gemeinschaft bereitstellen müssten, um Unter‑25‑Jährigen den Übergang von der Ausbildung in den Beruf zu erleichtern. Die Äußerungen kamen kurz vor Milburns Zwischenbericht, in dem untersucht wird, warum fast eine Million junger Menschen im Vereinigten Königreich als nicht in Ausbildung, Beschäftigung oder Ausbildung (NEETs) eingestuft werden.
Southgate kritisierte zudem die steigenden Beiträge zur nationalen Versicherung und andere Abgaben, die seiner Ansicht nach Einzelhändler und Gastgewerbebetriebe davon abhalten, frische Talente einzustellen. Er nannte Bar‑ und Restaurantbesitzer, die angesichts höherer Kosten neue Einstellungen als finanzielles Risiko betrachten.
Seine Bemerkungen spiegeln die Kritik von Wirtschaftsführern wie Jamie Dimon von JP Morgan und dem ehemaligen Marks & Spencer-Vorsitzenden Lord Stuart Rose wider, die gewarnt haben, dass Fernarbeit die Unternehmenskultur und Mentorschaft untergraben kann. Auch Sir Sadiq Khan, der Bürgermeister von London, hat Anreize vorgeschlagen, um Pendler zurück ins Stadtzentrum zu holen.
Milburns Abschlussbericht, der nach dem kommenden Budget erwartet wird, soll voraussichtlich politische Anpassungen empfehlen, um die Steuerlast für Unternehmen zu senken und Präsenz‑Mentorenprogramme zu fördern. Wenn sie umgesetzt werden, könnten die Änderungen mehr Einstiegspositionen schaffen und dazu beitragen, die NEET‑Zahl zu reduzieren, die der Wirtschaft jährlich geschätzte £125 billion kostet.
Interessengruppen werden beobachten, ob die Regierung diesen Empfehlungen folgt, da das Gleichgewicht zwischen flexiblen Arbeitsmodellen und Jugendarbeit weiterhin ein umstrittenes Politikfeld bleibt.