Tuesday 1 September 2026London --:--Frankfurt --:--Zurich --:--
France

Read in English

Lire en français

Starkregenflut im Grand Canyon tötet zwei, lässt Dutzende vermisst

Ein monsoonalischer Sturm fegte am Samstag durch den Grand Canyon und löste eine Blitzflut aus, die zwei Menschen das Leben kostete und einen Wanderer weiterhin vermisst lässt.

By
Heavy rain at Grand Canyon after flood kills 2, dozen missing

Ein plötzlicher Monsun-Schauer am Samstag schickte Wassermassen, Felsbrocken und Trümmer die Nordseite des Grand Canyon hinab, überflutete den beliebten Bright Angel Trail und wusch die Campingplätze im Bright Angel Canyon sowie das historische Phantom Ranch hinweg. Zwei Männer wurden tot gefunden, und Rettungskräfte suchen seitdem nach einem vermissten Wanderer.

Der Vorfall ist bedeutsam, weil der Canyon zu den meistbesuchten Naturattraktionen der Vereinigten Staaten gehört und jährlich Millionen von Touristen anzieht. Die Flut forderte nicht nur Menschenleben, sondern beschädigte auch kritische Infrastruktur, darunter eine wichtige Wasserleitung, die Trinkwasser und Löschwasser für den Park bereitstellt.

Rettungsaktion und vermisster Wanderer

Laut Dave Black vom National Park Service wurden am Wochenende 82 Personen gerettet. „Wir wissen derzeit von einer Person, die noch nicht gefunden wurde“, sagte er gegenüber Reportern im Grand Canyon Village, Arizona. Die Behörde prüft derzeit Campinggenehmigungen, Kennzeichenregister und Familienmeldungen, um festzustellen, wer sich zum Zeitpunkt des Flutereignisses im Canyon befand.

„Wir suchen weiterhin aktiv … wir hoffen nachdrücklich, dass diese Person noch am Leben ist“, sagte Black.

Tageswanderer benötigen keine Genehmigung für den Eintritt in den Canyon, was die Suche erschwert. Anhaltender Regen am Montag behinderte die Bergungsarbeiten, doch die Behörden rechnen mit besserem Wetter am Dienstag, sodass die Teams den Suchbereich im Bright Angel Creek‑Korridor ausweiten können.

Infrastrukturschäden und zukünftige Auswirkungen

Die Flut zerstörte etwa 40 Prozent der Transcanyon Waterline, einer 12,5‑Meilen‑Leitung, die von der Quelle Roaring Springs am North Rim zum South Rim verläuft. Der Park reagierte, indem er Wasserbeschränkungen in den meistbesuchten Bereichen einführte und Holz‑ sowie Holzkohlenfeuer verbot, aus Sorge, dass begrenztes Wasser die Brandbekämpfung behindern könnte.

Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek wurden ebenfalls weggespült und blockierten Wanderer vorübergehend das Überqueren des Bachs. Trotz der Tragödie bleibt der Park für Besucher geöffnet, wobei das Personal warnt, dass plötzlich auftretende Schauer jederzeit während der Monsunzeit, die typischerweise von Juli bis Mitte September dauert, entstehen können.

Die Behörden werden die Schäden an der Wasserleitung und anderen Einrichtungen weiter beurteilen und voraussichtlich die Notfall‑Reaktionspläne überarbeiten, um sowohl Besucher als auch die empfindliche Infrastruktur des Parks bei zukünftigen Sturmereignissen besser zu schützen.

More from France