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Steigende Anleiherenditen und Ölpreise drücken globale Aktien nach unten

Höhere Renditen und hartnäckige Ölpreise belasten Aktien weltweit, während die Spannungen im Nahen Osten anhalten.

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Stocks mostly drop as Mideast hopes dim, interest rates rise

Die globalen Aktienmärkte rutschten am Dienstag, da die Renditen von Staatsanleihen auf ihr höchstes Niveau seit fast zwei Jahrzehnten anstiegen und Rohöl um $90 pro Barrel schwankte. In den United States erreichte die Rendite der 10‑year Treasury 4,70 %, ein Höchststand, der seit Juni 2007 nicht mehr erreicht wurde, während die France 10‑year OAT auf ihren höchsten Punkt seit 2008 kletterte.

Warum der Anstieg wichtig ist

Höhere Renditen erhöhen die Kreditkosten für Haushalte, Unternehmen und Regierungen gleichermaßen. Technologieunternehmen, die Schulden aufgenommen haben, um Projekte im Bereich künstliche Intelligenz zu finanzieren, sehen sich nun mit höheren Finanzierungskonditionen konfrontiert, und Verbraucher mit Hypotheken oder Studienkrediten spüren die Belastung. Gleichzeitig bleiben die Ölpreise hoch und erhöhen den Druck auf inflationsanfällige Volkswirtschaften.

Neil Wilson, Investor‑Stratege bei Saxo UK, warnte, dass „Ein starker Anstieg der Renditen von Staatsanleihen weltweit beginnen könnte, die Aktienbewertungen zu bedrohen und das Leben für hochverschuldete Nationen und Entscheidungsträger noch schwieriger zu machen.“ Er fügte hinzu, dass Öl‑ und Energiepreise ein bedeutender kurzfristiger Treiber von Marktdruck seien.

Patrick J. O'Hare, Analyst bei Briefing.com, bemerkte diese Woche eine Umkehr der Marktstimmung, wobei Anleger den Fokus von der Zinsstrategie der Fed auf die Auswirkungen steigender Renditen und Ölpreise verlagerten.

Marktreaktion

In New York schlossen alle drei wichtigsten Indizes niedriger. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 0,2 % auf 53,346.50, der S&P 500 sank um 0,6 % auf 7,700.77 und der Nasdaq, technologiegewichtet, verlor 1,3 % auf 26,302.89, angeführt von einem Rückgang von 2 % bei Nvidia und einem Rückgang von 7 % bei Intel. Jenseits des Kanals fiel der Paris CAC 40 um 0,8 % auf 8,509.36 und der Frankfurt DAX sank um denselben Betrag auf 26,128.36. Der London FTSE 100 verzeichnete einen bescheidenen Zuwachs von 0,1 % auf 10,728.04, gestützt durch die Energiegrößen BP (+3 %) und Shell (+2 %).

Die Ölmärkte blieben stabil, wobei Brent-Öl knapp über $90 pro Barrel gehandelt wurde und West Texas Intermediate bei $84.33 lag. Die Preisresistenz spiegelt die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten wider. Donald Trump signalisierte, dass er keinen 60‑tägigen Waffenstillstand mit Iran verlängern werde, während Teheran das Waffenstillstandsabkommen als „irrelevant“ abtue, nachdem es die United States der frühen Verstöße beschuldigt habe.

Die asiatischen Märkte spiegelten den Abschwung wider. Der Tokyo Nikkei 225 fiel um 2,5 % auf 67,460.73, während Seoul und Taipei jeweils um mehr als 1 % zurückgingen. Im Gegensatz dazu erzielten sowohl Hong Kong als auch Shanghai bescheidene Zuwächse von 0,1 % bzw. 0,2 %.

Ausblick

Investoren werden beobachten, ob die Fed ihre aktuelle Haltung beibehält oder eine weitere Zinserhöhung signalisiert, und wie lange Öl über $90 bleiben kann angesichts des geopolitischen Stillstands. Anhaltender Druck auf die Renditen könnte Unternehmen zwingen, Expansionspläne zu kürzen, insbesondere in kapitalintensiven Sektoren wie der Technologie. In Europa könnte der Anstieg der Kreditkosten die fiskalischen Puffer testen, besonders in Ländern, die noch von den Schulden der Pandemie‑Ära erholen.

Für einen umfassenderen Überblick darüber, wie das europäische Wachstum angesichts dieser Gegenwinde abschneidet, siehe unsere Analyse der neuesten britischen Wirtschaftsdaten.

Schlüsselzahlen gegen etwa 15:35 GMT:

New York, Dow: 53,346.50 (‑0.2%)
New York, S&P 500: 7,700.77 (‑0.6%)
New York, Nasdaq: 26,302.89 (‑1.3%)
London, FTSE 100: 10,728.04 (+0.1%)
Paris, CAC 40: 8,509.36 (‑0.8%)
Frankfurt, DAX: 26,128.36 (‑0.8%)
Tokyo, Nikkei 225: 67,460.73 (‑2.5%)
Hong Kong, Hang Seng: 25,471.15 (+0.1%)
Shanghai, Composite: 3,990.30 (+0.2%)
West Texas Intermediate: $84.33 pro Barrel (+0.7%)
Brent: $91.32 pro Barrel (+0.5%)
Euro/dollar: $1.1580 (von $1.1579 auf $1.1580 gestiegen)
Pound/dollar: $1.3541 (von $1.3545 auf $1.3541 gesunken)
Dollar/yen: 159.59 yen (von 159.46 auf 159.59 gestiegen)
Euro/pound: 85.54 pence (von 85.50 auf 85.54 gestiegen)

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