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Goldman sagt, KI‑Einstellungsrückgang trifft Junior‑White‑Collar‑Mitarbeiter am härtesten

Neue Forschung von Goldman Sachs zeigt, dass KI die Rekrutierung von Junior‑Mitarbeitern in mehreren professionellen Dienstleistungen einschränkt und den Druck auf einen bereits schwachen Arbeitsmarkt im Vereinigten Königreich erhöht.

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People waiting outside a job centre, highlighting unemployment issues and job search challenges in the current economy.

Goldman Sachs hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass KI die Einstellung von Berufseinsteigern im White‑Collar‑Bereich am stärksten reduziert. Durch die Analyse von mehr als 800 Berufen stellte die Wall‑Street‑Bank fest, dass KI‑bezogene Einstellungsdrucke bei Junior‑Mitarbeitern am größten sind, während die Gesamtauswirkung auf den breiteren Arbeitsmarkt bescheiden bleibt.

KI‑Einfluss wird von Neueinsteigern am stärksten gespürt

Der Bericht hebt eine wachsende Kluft zwischen Neueinsteigern in Bereichen wie Beratung, Werbung und Softwareverlag und ihren erfahreneren Kollegen hervor. Tätigkeiten, die traditionell Forschung, Datenerhebung und routinemäßige Verwaltung umfassten, werden nun zunehmend von generativen KI‑Tools übernommen, wodurch weniger Stellen für frische Absolventen zur Verfügung stehen.

Branchen mit höherer Anfälligkeit für KI‑Automatisierung, insbesondere Unternehmensberatung, Werbung, Softwareverlag und Call‑Center, haben seit der zweiten Hälfte des Jahres 2022 ein langsameres Wachstum der Stellenangebote im Vergleich zu historischen Trends verzeichnet. Der breitere Sektor der Informations‑ und Kommunikationsdienste, ebenfalls stark betroffen, hat in den meisten großen Industrieländern ein verlangsamtes Beschäftigungswachstum erlebt.

Arbeitsmarkt im Vereinigten Königreich zeigt weitere Anzeichen von Belastungen

Im Vereinigten Königreich verliert der Arbeitsmarkt an Schwung. Die Zahl der offenen Stellen sank in den drei Monaten bis Juli auf 707,000, das niedrigste Niveau seit mehr als fünf Jahren, laut Office for National Statistics. Die Beschäftigung im Lohnabrechnungsbereich fiel zum sechsten Mal in Folge, und das Lohnwachstum im Privatsektor verlangsamte sich auf 2.8 Prozent, das schwächste Tempo seit Oktober 2020.

Goldmans Analyse führt diese breitere Verlangsamung nicht auf KI zurück. Die Bank kommt zu dem Schluss, dass die beschäftigungsbezogenen Auswirkungen der Technologie weiterhin auf einen relativ engen Kreis von Branchen und Rollen konzentriert bleiben.

Was kommt als Nächstes für Arbeitnehmer und Unternehmen?

Trotz der begrenzten Gesamtauswirkung stellt die Studie fest, dass eine 10 Prozent‑Berufsexposition gegenüber KI mit einem Rückgang von 0.1 Prozentpunkten beim jährlichen Personalwachstum in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Kanada korreliert. Für Berufseinsteiger ist der Rückgang größer, mehr als 0.2 Prozentpunkte in den USA und über 0.6 Punkte in Australien.

Im Vereinigten Königreich gehört die Einführung von KI zu den höchsten in der entwickelten Welt, zusammen mit den Vereinigten Staaten, Frankreich und den Niederlanden, laut elf von Goldman zusammengestellten Umfragen. Eine separate Lloyds Business Barometer-Umfrage ergab, dass 54 Prozent der Unternehmen im Vereinigten Königreich sagen, KI habe neue Stellen geschaffen, während 21 Prozent dedizierte KI‑Positionen hinzufügen.

Unternehmen müssten die „Fähigkeiten, Kultur und das Vertrauen“ aufbauen, um KI effektiv zu nutzen.

Amanda Murphy, Geschäftsführerin von Lloyds Business and Commercial Banking, bekräftigte die Notwendigkeit von Qualifizierungsmaßnahmen, da Unternehmen planen, die KI‑bezogenen Schulungsausgaben im nächsten Jahr zu erhöhen, obwohl fast ein Drittel zugibt, dass ihre Belegschaft nicht über die erforderlichen Fähigkeiten verfügt.

Mit Blick in die Zukunft könnten Unternehmen interne Schulungsprogramme intensivieren und versuchen, Junior‑Talente durch klarere Karrierepfade zu halten, während Arbeitssuchende in betroffenen Sektoren ihre Fähigkeiten diversifizieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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