Monday 7 September 2026London --:--Frankfurt --:--Zurich --:--
Politik

Read in English

Lire en français

Reform UK verspricht Anhebung des steuerfreien Grundfreibetrags um £21bn auf £15.000, falls es an die Macht kommt

Falls gewählt, plant Reform UK, den steuerfreien Grundfreibetrag um £2,430 zu erhöhen, ein Schritt, von dem das Unternehmen sagt, er bringe Geld zurück in die Taschen der Arbeitnehmer.

By
Robert Jenrick speaking at a press conference, addressing current policy issues, wearing a suit and standing behind a podium

Robert Jenrick sagte den Reform UK-Mitgliedern am Samstag, dass sein erster Haushalt als Finanzminister den steuerfreien Grundfreibetrag von £12,570 auf £15,000 erhöhen würde. Der Vorschlag, als £21bn‑Senkung für Arbeitnehmer dargestellt, wäre das Flaggschiff der wirtschaftlichen Agenda der Partei, falls sie in die Regierung eintritt.

Das Versprechen und seine Attraktivität

Die Erhöhung würde den Freibetrag für etwa 40 Millionen Steuerzahler anheben und dem durchschnittlichen Verdiener etwa £500 pro Jahr einsparen. Reform UK argumentiert, dass dieser Schritt jahrelange „fiskalische Belastung“ umkehren würde, bei der Löhne steigen, die Steuerklassen jedoch unverändert bleiben und das reale Nettoeinkommen aushöhlen.

Wie es finanziert werden würde

Partei­funktionäre sagen, die Kürzung würde durch £80bn geplanter Ausgabenkürzungen finanziert, einschließlich £52bn aus der Sozialreform. Der Plan baut auf einem Manifestversprechen auf, den Freibetrag schließlich auf £20,000 zu erhöhen, sobald das Finanzministerium es sich leisten kann.

In unserem Leben hat es noch nie eine schlechtere Zeit für Arbeitnehmer in Großbritannien gegeben.

Jenrick fügte hinzu und stellte die Erhöhung des Freibetrags gegen das, was er als „Verschwendung im Sozialwesen, Auslandshilfe und Migranten“ bezeichnete, ins Feld. Die Rede spiegelte ein breiteres Reform‑UK‑Narrativ wider, das Steuerentlastungen für Angestellte über andere Haushaltspositionen stellt.

Politischer Hintergrund

Der Freibetrag ist seit fünf Jahren unter aufeinanderfolgenden konservativen und Labour‑Regierungen eingefroren, eine Entscheidung, die von Rachel Reeves gefördert wurde, die im vergangenen Jahr versprach, die Schwelle bei £12,570 bis mindestens 2031 zu halten. Zuvor deutete Andy Burnham an, den Freibetrag wieder zu öffnen, zog jedoch später wegen Kostenbedenken zurück.

Wirtschaftsexperten warnen, dass zwar mehr Menschen in die Grundsteuerklasse wechseln würden, höhere Verdiener jedoch weiterhin in die „Steuerfalle“ geraten könnten, da der Freibetrag bei Einkommen über £100,000 abnimmt. Die Taxpayers' Alliance schätzt, dass in diesem Jahr 500.000 weitere Arbeitnehmer den Grundsteuersatz zahlen werden, während 410.000 aufgrund von Lohnwachstum in die 40‑Prozent‑Klasse rutschen könnten.

Der Steuerplan von Reform UK wird im bevorstehenden Haushalt geprüft, wobei die Partei voraussichtlich argumentieren wird, dass die £21bn‑Kürzung das verfügbare Einkommen steigert, ohne das Wachstum zu schädigen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die Abhängigkeit von Sozialkürzungen eine potenzielle Quelle sozialer Spannungen darstellt.

More from Business