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Healey verspricht wachstumsorientierten Finanzplan, weicht Steuerspekulationen vor dem Haushalt aus

In seiner ersten großen Rede als Kanzler verknüpft John Healey Wirtschaftswachstum mit Schuldenabbau und weigert sich zu bestätigen, ob die Steuern im bevorstehenden Haushalt steigen werden.

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John Healey speaking at JLR, with industrial robotic arms visible in the background

John Healey betrat am Dienstag die Bühne in Coventry, um die fiskalischen Prioritäten der Regierung vor dem Haushalt, der am 28. Oktober fällig ist, darzulegen. Er argumentierte, dass stärkeres Wachstum der „nachhaltige Weg aus der Verschuldung in den Wohlstand“ sei und versprach, die im Labour‑Manifeste 2024 gemachten Zusagen zu Einkommensteuer, Mehrwertsteuer und Sozialversicherung beizubehalten.

Ich werde nicht über Steuerfragen spekulieren. Wenn ich diese Fragen beantworte, werde ich nur weitere Spekulationen anheizen.

Healeys Äußerungen folgten auf eine Welle von Spekulationen, dass das Finanzministerium die Steuern erhöhen müsse, um steigende Kreditkosten und höhere Ausgaben für Verteidigung und Sozialleistungen zu decken. Analysten von Pantheon Macroeconomics und mehreren City‑Banken sagen, dass der fiskalische Spielraum schrumpft, was eine Steuererhöhung wahrscheinlich macht.

Wachstum als Motor fiskaler Stabilität

Healey sagte, die Regierung werde sich auf „Wachstum an mehr Orten“ konzentrieren, indem sie Bürokratie für Unternehmen abbaut, die Planungsregeln für Kernenergieprojekte überprüft und eine Überprüfung der Eisenbahnkosten einleitet. Er unterstützte das Versprechen von Keir Starmer, die Verwaltungskosten für Unternehmen bis 2030 um 25 Prozent zu senken und das Planungsregime im Rahmen der Fingleton‑Überprüfung zu reformieren.

Innovation spielte ebenfalls eine zentrale Rolle, mit dem Ziel, die Zahl der britischen Unicorns – Start‑ups mit einem Wert von über $1 Mrd. – von derzeit 205 zu verdoppeln, laut Daten von Dealroom. Der Kanzler betonte, dass die Dezentralisierung entscheidend sei, um Wachstum außerhalb Londons zu ermöglichen.

Steuerpolitik bleibt ein Fragezeichen

Als er nach der Möglichkeit neuer Steuern im Oktober gefragt wurde, lehnte Healey Kommentare ab und sagte, Spekulationen würden nur Unsicherheit erzeugen. Das Finanzministerium hat eine Frist gesetzt, bis zu der Unternehmensführer Ideen für den Haushalt einreichen können, und die British Chambers of Commerce hat die Abschaffung der Triple‑Lock‑Renten­garantie sowie eine Kürzung der Sozialversicherung für Unter‑25‑Jährige gefordert, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Der Triple‑Lock, der die staatliche Rente um das jeweils höchste von Lohnwachstum, Inflation oder 2.5 Prozent steigen lässt, wird vom Office for Budget Responsibility auf Kosten von £15.5 bn pro Jahr bis 2030 geschätzt. Das Labour‑Manifeste verspricht, ihn beizubehalten, doch die BCC ist das einzige große Branchen­gremium, das seine Abschaffung fordert.

Healey sagte, er werde seine Pläne auf die bevorstehende Überprüfung des ehemaligen Ministers Alan Milburn stützen, die später in diesem Jahr zur Arbeitslosigkeit erfolgen soll.

Politische Reaktion und drohende Unternehmenskürzungen

Der Schatten‑Kanzler Andrew Griffith kritisierte die Rede und argumentierte, dass warme Worte zum Wachstum den Schaden durch frühere Steuererhöhungen nicht ausgleichen und dass Healey keinen klaren Plan für Sozialreformen oder ein Verteidigungsfinanzierungs‑Versprechen vorgelegt habe.

Gleichzeitig kündigte der Automobilhersteller Jaguar Land Rover einen Abbau von rund 4.000 Stellen an, um etwa £1.7 bn einzusparen. Der Schritt unterstreicht den Druck auf Hersteller, während die Regierung versucht, fiskalische Konsolidierung mit Wachstumsanreizen zu vereinbaren. Weitere Informationen zu den Stellenabbau finden Sie im Treffen des britischen Wirtschaftsministers mit Jaguar Land Rover.

Healeys Rede ist die erste von mehreren öffentlichen Auftritten vor dem Haushalt, und die bevorstehende Frist des Finanzministeriums wird die endgültige Politik­mischung bestimmen. Marktbeobachter werden genau prüfen, ob wachstumsorientierte Maßnahmen den fiskalischen Spielraum schaffen können, den der Kanzler als unverzichtbar bezeichnet, oder ob Steueranpassungen unvermeidlich werden.

In den kommenden Wochen werden Unternehmen und Haushalte die Details des Haushalts zu Infrastrukturinvestitionen, Steuerpolitik und der Triple‑Lock‑Rente beobachten, die alle die Kreditkosten, Investitionsentscheidungen und den allgemeinen Wirtschaftsausblick beeinflussen werden.

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